Zur Progenieoperation von Jugendlichen

Abstract

Das Problem der chirurgischen Behandlung jugendlicher Progenien wird vom Standpunkt der Kieferorthopädie und im Hinblick auf die aus dem Schrifttum gewonnene Einstellung der Kieferchirurgen kritisch gewürdigt. Mit Hinblick auf eine frühere Publikation und gestützt auf allgemeine Erfahrungen und die im Jugendalter gegebenen biologischen Valenzen glaubt der Verfasser, daß der Eingriff bei Jugendlichen durchaus aktuell sein kann. Vorausgesetzt wird, daß dem Kieferorthopäden die Handlungsfreiheit bleibt an Hand einer eingehenden formalen und funktionellen Analyse den Weg festzulegen. Er kann eine orthodontische Vorregulierung und eine Nachregulierung oder prothetische Sicherung notwendig machen oder von Anbeginn ein ungünstiges prognostisches Urteil finden (Modellanalyse und funktions-analytische Daten), so daß die Operation basser unterbleibt oder verschoben wird. Die Modellanalyse sollte verfeinert und nur unter Anwendung eines Bißanalysators durchgeführt werden. Der Operationsbericht über einen orthodontisch vorbehandelten 12jährigen Knaben mit durchgeführter bilateraler Osteotomie wird vorgelegt.

DOI: 10.1007/BF02169342

Cite this paper

@article{Gerlach2005ZurPV, title={Zur Progenieoperation von Jugendlichen}, author={Prof. Dr. Dr. H. G. Gerlach}, journal={Fortschritte der Kieferorthop{\"a}die}, year={2005}, volume={18}, pages={113-121} }