Zur Kenntnis der Zerstörung von Nadelhölzern durch Moderfäule-Pilze

Abstract

Seit W. P. K. Findlays Vortrag über die Moderfäule in Berlin im Jahre 1954 erschienen zahlreiche Arbeiten über dieses neue Gebiet der Holzpathologie. Zusammen mit älteren Arbeiten, in denen allerdings nur über das Schadbild, nicht hingegen über die verursachenden Pilze berichtet wird, vermitteln sie ein umfangreiches Erfahrungsgut. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse wurden vornehmlich an Leitungsmasten (Erd-Luft-Zone) erarbeitet. Mitgeteilt wird das mikroskopische und makroskopische Moderfäule-Schadbild, wobei letzteres deutlich von jenem abweicht, welches von Kühlturmhölzern oder anderen vorwiegend wassergesättigten Hölzern bekannt ist. Die in der Sekundärwand der Tracheiden wachsenden Hyphen besitzen Durchmesser zwischen 0,4 und 0,6 μ. In einem Präparat konnten ferner vermutlich Konidien eines Moderfäulepilzes gefunden werden. Auch konnten 5 und 10 μ weite, vielfach gekammerte Myzellenformen beobachtet werden, bei denen die Frage auftritt, ob es sich hierbei um Involutionsformen handeln könne. Schließlich deuten die Befunde darauf hin, daß die zunächst vorherrschende Beschränkung des Moderfäulebefalles auf das Spätholz der Jahrringe nicht allein mit dem Ligningehalt der Sekundärwand erklärbar ist, sondern daß auch die Gefügedichte und vor allem die Dicke der Sekundärwand von Bedeutung sind. Since W. P. K. Findlay’s report on soft rot in 1954 at Berlin several publications came out on this new section of wood pathology. Together with previous papers, giving however only a picture of the damage but not of the causing fungi, there are many experiences on this subject now. This paper contains the results of investigations on soft rot chiefly carried out on transmission poles (ground line area). The microscopical and macroscopical picture of the decomposition, at which the last one differs very much from that known of timbers from water-cooling towers or other woods prevailingly soaked with water, is given. The diameters of hyphae, growing in the secondary walls of the tracheids, are ranging from 0,4 to 0,6 μ. In one case, there are found forms like conidies. Furthermore, there are to be seen hyphae conspicuously dilated (5 to 10 μ) and often septated, which are probably abnormal figurations of soft rot fungi. Finalley the results indicate that the predominant restriction of soft rot to the summerwood of the annual rings in the earlier stages of an attack is not only correlating to the lignin content but is also dependent on the density and especially on the thickness of these secondary walls.

DOI: 10.1007/BF02615541

Cite this paper

@article{Bellmann2007ZurKD, title={Zur Kenntnis der Zerst{\"{o}rung von Nadelh{\"{o}lzern durch Moderf{\"a}ule-Pilze}, author={Heinz Bellmann}, journal={Holz als Roh- und Werkstoff}, year={2007}, volume={19}, pages={429-434} }