Zur Frage der Permeabilität der Meningen

Abstract

Wel l und K a f k a wenden sich zunlichst gegen raeine theoretisehen Ausfiihrungen und fiihren einen Filtrationsversuch an, an dem die b e k a n n t e Tatsache gezeigt wird, dass die Arabozeptoren in andern u yon der Fil~erkerze zuriiekgehalten werden als die Gesarateiweissk6rper des Serums. Nun habe ich nirgends behauptet, dass in diesem Falle eine dera ttiiraolysinverlust entsprechende Abnahme des Eiweissgehaltes nachzuweisen sei. Aueh fiir den Liquor babe ich nirgends einen~strikten Zusararaenhaag des Gesarateiweisses rait den Hiimolysinen behauptet, sondern nur yon deren engen Beziehungen zu bestiramten Eiweissfraktionen (Globulinen) gesproehen; yon der yon fair an einem sehr grossen Material*)gefundenen Tatsache ausgehend, dass bei jeder st~rkeren Eiweissvermehrung die Globulinfraktion deutlich verraehrt ist, babe ich, da wir kein ~at~ filr die Globulinraenge des Liquors besitzen, ira aIlgeraeinen nur yon ,,sti~rkerer Eiweissverraehrung", und deraentsprechend in der Zusaramenfassung yon der parallel rait der Eiweisszunahme gehenden Zunahme der MSg l i chke i t des tti~raolysinnachweises gesprochen. Dabei babe ich am Schlusse der Arbeit (S. 220, letzter Absatz) betont, dass ich, weil yon rein klinischea Gesiehtspunkten ausgehend, die Betrachtungsweise so e in fach wie raSgl i ch gewiihlt babe, und das eine e i n g e h e n d e r e , wen ige r s che raa t i s i e r ende Darstellung welt raehr Details unserera u niiher bringen w0rde. An gleicher Stelle habe ich 2 Arbeiten yon P. Schmidt**), zitiert, in denen analoge Filtrationsversuche am Korapleraent beschrieben sind, wie sie W. u. K. anftihren. Aus diesen wichtigen Arbeiten geht hervor, dass die Adsorption des Korapleraents yon der Menge, der u dflnnung des Serums usw. abh~ingig ist, nnd dass diese physikal.-cheraischeu u nicht auf die u beira Lebenden i]bertragbar sind; das gleiche gilt fiir die Arabozeptoren, die iibrigens nut ganz ausnahrasweise so stark adsorbiert werden, wie ira raitgeteilten Versuch yon W. u. K. Jedenfalls kann man auch den Filtrationsversuch zum Beweise zweier raeiner Sii.tze heranziehen, ni~ralich 1, dass (bez. des Eiweissgehaltes) n o r r a a l e r L i q u o r die R e a k t i o n n icht g ib t und 2, dass i i b e r a l I dort , wo die H f i r a o l y s i n r e a k t i o n p o s i t i v is t , das L i q u o r e i w e i s s

DOI: 10.1007/BF01748116

Cite this paper

@article{Zaloziecki2005ZurFD, title={Zur Frage der Permeabilit{\"a}t der Meningen}, author={Alex Zaloziecki}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r Nervenheilkunde}, year={2005}, volume={46}, pages={409-413} }