Zur Differentialdiagnose der multiplen Sklerose

Abstract

In ihrer ausgebildeten Form gehSrt die multiple ~Sklerose zu den am besten eharakterisirten Erkrankungen des Nervensystems. Schwierigkeiten des Erkennens bestehen meist nur, wenn die Symptome nur theilweise vorhanden oder die vorhandenen schleeht~ ausgepr~gt sind, Charco t ' s formes s oder wenn die Krankhei~, wohl in Folge besonderer Lage der sklerotischen Herde, unter einem ganz anderen Symptomencomplex, dem der transversalen Myelitis, der amyotrophischen Lateralsklerose 2) u. a. verliiuft. Wohl ebenso oft tritt die entgegengesetzte diagnostische Sehwierigkeit auf, dadurch, dass der anscheinend gut ausgepr~ig~e Symptomencomplex der mul~iplen Sklerose gelegentlich auch bei anderen Krankheiten vorkommt. Unter den Affectionen, welche in dieser Weise malt. Skler. vort~iuschen kSnnen, nimmt in den Lehrbtichern die Sehiittell~hmung den breites~en Raum ein, indessen macht gerade bier die Unterseheidung, wenn man sich nicht an das eine Symptom des Zitterns klammer~, nur selden ernste Sehwierigkeik Wichtiger ist, class Hysterie, Hirngeschwulst, zumal wenn sie im Kleinhirn oder Sehhiigel sich entwiekelt, aueh einfaehe Hirnblutung ein ~ihnliches Krankhei~sbild erzeugen kSnnen. Recht verschiedene Wiirdigung erf~hrt yon den Autoren die Differentialdiagnose der progressiven Paralyse und mult. Sklerose. W'~hrend die Einen (so Oppenheim, Str i impel l , E ichhors t ) auf die Sehwierigkeit der Un~erseheidung nachdriieklich hinweisen, wird bei Anderen dieser Punkt nur fliiehtig oder gar nieht erw~ihn~. Es komm~ wesentlich die Gruppe yon Paraly~ikern in Betracht, bei welchen kliniseh spastische Symptome nnd anatomiseh meist Seiten-

DOI: 10.1007/BF01668796

Cite this paper

@article{Gerhardt2005ZurDD, title={Zur Differentialdiagnose der multiplen Sklerose}, author={Dieter Gerhardt}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r Nervenheilkunde}, year={2005}, volume={15}, pages={458-471} }