Zur Anästhesie bei Notfällen im Kreißsaal

Abstract

Die oftmals unerwartete Entwicklung einer Notfallsituation aus einem bis dahin regelrechten Geburtsverlauf erfordert eine prompte und kompetente Zusammenarbeit zwischen dem Geburtshelfer und dem Anästhesisten. Die Sicherung der Vitalfunktionen der Mutter (Ventilation, stabile Kreislaufverhältnisse) hat dabei die oberste Priorität. Häufig ist eine schnelle Beendigung der Geburt erforderlich. Deshalb müssen möglichst optimale Bedingungen für die Durchführung einer Operation geschaffen werden. Dies gilt auch für sogenannte ,,kleinere Eingriffe“ wie Nachtastungen bei unvollständiger Plazenta oder postpartalen Blutungen. Denn auch dabei kann es ziemlich unvermittelt zu Hypovolämie und Blutdruckabfall kommen. Besondere Anforderungen stellen Präeklampsie, Eklampsie und HELLP-Syndrom, sowie die Fruchtwasserembolie. Mit diesen komplizierenden, oft lebensbedrohlichen Krankheitsbildern muß auch der Anästhesist vertraut sein.

DOI: 10.1007/PL00003009

Cite this paper

@article{Purschke1997ZurAB, title={Zur An{\"a}sthesie bei Notf{\"a}llen im Krei\sssaal}, author={Ralf Purschke and Uwe Hein}, journal={Der Gyn{\"a}kologe}, year={1997}, volume={30}, pages={841-844} }