Wirkung von Cortison und Percorten auf den Herzmuskel

Abstract

Bei Nebennierenrindenhormon (NNR)-Mangel treten infolge yon StSrungen vor ahem im Kohlenhydra~s~offweehsel sehwere Insuffizienzerseheinungen der Muskulat~ur und auch des Herzmnskels zu Tage. Die ansgepr~gteste Form is~ Ms ,,Morbus Addison" in der Klinik wohlbekannt. Andererseits ffihrt Zufuhr von I~indenhormonen zur Leistungssteigerung (Lit. s. TtIADDEA 1, SCtIUMANN 2, VEI~ZAES). Insbesondere seheinen aueh spezielle Beziehungen zwisehen Herzmnske]funk~ion und N±JR-Funktion zu bes~ehen, die aber noch nicht restlos gekli~rt sind. So beobachtete LIEBEGOTT ~ bei kompensierten Herzfehlern eine Uberfunktion der NNR, und nach SCHi~RC~ 5 vermindert Percorten die Ermiidbarkeit des mensehliehen Herzens. Mit dieser die Herzleistung verbessernden Wirkung yon Pereorten sind die Befunde yon G~oss ~,~ sehleeht in Einklang zu bringen, der am isolierten Froschherzen eine dosisabhangige negativ inotrope Wirkung yon Pereorten land, nur die eben wirksamen Grenzdosen fiihrten vereinzelt zur VergrSgerung der tIerzkontraktionen, Im Hinblick auf die ausgiebige Verwendung yon Cortison und Percorten in der Therapie nntersuehten Mr daher auf Anregung yon Prof. H~IL~EY~ diese beiden t~indenhormone eingehe~der in ihrer Wirknng anf das isolierte Herz. lVeitere Ergebnisse, insbesondere der Vergleich mit der Wirkung anderer Steroide, vornehmlich yon Digitalis, werden im Arch. f. exper. Path. u. Pharmakol. mitgeteilt. Hier seien nur die Eigenwirkung der beiden ~XX~g-ttormone besehrieben und sich daraus ergebende klinisehe Folgerungen gezogen. Methodik. Es wurden die isolierten Iterzen yon WasserfrSschen in der Anordnung nach S~RAVB und yon Meerschweinchen in der Anordnung nach LANG:ENDOI~:F~ untersucht. Bei letzteren registrierten wir auger der Kontr~ktion den CoronardurchfluB. Die I-Ierzfrequenz wurde in entsprcchenden IntervMlen gez~ihlt. Vor Versuchsbeginn wurden die Herzen jewefls erst ~/e Std beobachtet. Zur Un~ersuchung gelangten Percorten (Cib~) und Cortison (Cib~). Am Meerschweinchenhel~ schalte~en wir nicht wie iiblieh guf eine DurchstrSmung mi* konstanter Konzen~ration urn, sondem die entsprechenden Mengen wurden jeweils in die ZufluBkaniile gegeben, deren InhMt 10 cm s Ringer betrug und welcher infolge der 0rDurchperlung dauernd stark bewegt wurde. Ausf/~llungen des in h6heren Konzentrationen (ab 10-~) s nur als Mikrokristallsuspension lSsbaren Cortisons waren so nicht mSglieh. Alle Konzentr0~tionsangaben beziehen sich a.Iso a~ff den Ka.niileni~2aMt, und das Angebot betrug jewefls nur l0 cm s Fliissigkeit.

DOI: 10.1007/BF01472375

Cite this paper

@article{Hoffmann2005WirkungVC, title={Wirkung von Cortison und Percorten auf den Herzmuskel}, author={G{\"{u}nter Hoffmann}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={31}, pages={859-860} }