Wilhelm Pfeffer und die physikalische Chemie

Abstract

konnte als in T~bingem Eine Anzahl bedeutender Piflanzenphysiologen, die gegemv~rtig al~ Lehrer an Hoehschulen des Inwnd Auslandes wirken, ist aus seiner Schule hervorgegangen. Obwohl nleht i n n e r bet bester Gesundheit, blieh ihm doeh Zeit und K r a f t genug iibrig, nm eine Reihe gr6t]erer Abhandlungen zu verfas,sen, die zum Tell sehr miihevo!le und langwierige Untersuehungen voraussetzten. In den , ,Studien zur Energet ik der Pflanze", in den Abhandlungen ,,~Jbgr Anfnahme und Ausgabe ungelSster KSrper", , ,Zur Kenntnis der P lasmahan t und der Vakuolen", ,,Druekund Arbeit.slelstung dureh waehsende Pf lanzen" wurden im Ansehlug an fr i ihere Arbei ten allgemeine Probleme des Stoffund Kraftweehsel.s behandelt . *~it seinen ,,Untersuehungen fiber die Ents tehung der Sehlafbewegungen der Blat torgane" ist Pfeffer wieder zu einem der sehwierigsten Kapi te l der Reizphysiologie zuriiekgekehrL Den LSwm:~anteil seiner wissensehaftl iehen Tgt igkei t hat aber in Leipzig die ]3earbeitnng der zweiten Auflage seiner , ,Pflanzenphysiologie" in Ansprueh genommen, die seither in versehiedene andere Spraehen tibers e t z t worden ist. So wie man yon einer , ,theoretisehen Physik" sprieht, dar f auch yon einer ,,theoretischen Pbysiologie" gesproehen werden. Unte~ den 130tanikern ist Pfeffer gegenwiirtig ihr hedeutendster nnd ~:ielseitigster Vertreter . Aber aueh sis Exper imentator hat er ungew6hnlieh tIervorragendes geleistet und eine ganze tgeihe neuer Untersuehungsmethoden eingeff~hrt, die noeh lange die Wege zu neuen Auff indungen ehnen werden. Der ]Kethode der , ,Lebendfgrbung", deren Urheber so rpmnehe Forseher, die sieh heutzutage ihrer bedienm~_, sehon nieht mehr kennen, ist oben bereits gedaeht worden. Die Nethode des ,,Oipsverbandes" hat sieh bet den versehiedenart igsten Untersuehungen tiber Waehstum nnd ArbeitsIeistungeu der Pf lanze als hSehst verwendbar erw%sen. Wie ein Zimmer fiir konstante Tempera turen zweekm~Big eingeriehtet , wie Mn tadellos funkt ionierender , ,Klinostat" gebaut wird, wie der Pro jekt lonsappara t zur Demonstrat ion yon Lebensvorggngen angewendet werden kann, ist zuerst yon Pfeffer gezeigt worden. Der aub i la r ha t nie besondereu Wer t darauf gelegG dab sein Name vor der brei ten 0ffent l iehkeit genannt wird. Aueh eignen sieh ja nur wenige seiner Arbei ten fi ir eine popu]iire DarstelIung zweeks ,,belehrender U,aterhaltung". Um so g'rSt~er ist die allgemeine Anerkennung seltens der Faehgenossen, der Akademien der Wissensehaften nnd anderer gelehrter Oesellsehaften, deren ordentl iehes oder korrespondierendes Mitglied Pfeffer ist. Aueh die P~egierungen haben e s an ~ul]eren Zeiehen der Wertsehii tzung niet~t fehlen ]assen. Pfeffer ist u. a, Ri t te r des Ordens Po~r ]e m6rlte, der je tzt an Deutseh]ands siegrelehe Feldherren verl iehen wird. Aueh der nun Siebzigjghrige hat Sehlaehten gewonnen, SehlaehCohen: Wilhelm Pfeffer und die physiknlische Cllemic. [ Die lgatur" [wissens~hafte~

DOI: 10.1007/BF01546008

Cite this paper

@article{Cohen2005WilhelmPU, title={Wilhelm Pfeffer und die physikalische Chemie}, author={Prof. Dr. Ernst Cohen}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={3}, pages={118-120} }