Weitere Untersuchungen über die Entstehung der «dynamischen Eiweißhyperthermie»

  • Walther Schmitt
  • Published 2005 in
    Archiv für experimentelle Pathologie und…

Abstract

1. Es wurde eine Reihe von Versuchen unternommen, um zu erweisen, inwieweit es auch mit Eiweißmengen, die noch in der Norm eines Eiweißessers liegen, bei genügendem Wasserangebot gelingt, eine Eiweißhyperthermie zu erzielen. Zu diesem Zwecke wurde die Wärmeabgabe nach außen durch einen Aufenthalt im Dauerbad von nahezu 37° bei möglichst hoher Temperatur und Wasserdampfsättigung der Luft soweit als möglichst verhindert. 2. Im Eiweißversuch wurde rasch Temperaturanstieg, Pulserhöhung, Atmungsbeschleunigung, Hitzeandrang zum Kopf, Rötung und Schweißentwicklung erzielt. Im kaloriengleichen Zuckerversuch dagegen blieben die Verhältnisse fast normal. Dabei gelang der Versuch bei Plasmongabe viel rascher und besser als wie bei reiner Fleisch- und Käsenahrung; es wird dies mit den verschiedenen Resorptionsverhältnissen erklärt. 3. Unter Vernachlässigung des respiratorischen Quotienten wird die insensible Perspiration berechnet: sie ist im Eiweißversuch gegenüber dem Zuckerversuch wesentlich gesteigert. Es wurde eine Reihe von Versuchen unternommen, um zu erweisen, inwieweit es auch mit Eiweißmengen, die noch in der Norm eines Eiweißessers liegen, bei genügendem Wasserangebot gelingt, eine Eiweißhyperthermie zu erzielen. Zu diesem Zwecke wurde die Wärmeabgabe nach außen durch einen Aufenthalt im Dauerbad von nahezu 37° bei möglichst hoher Temperatur und Wasserdampfsättigung der Luft soweit als möglichst verhindert. Im Eiweißversuch wurde rasch Temperaturanstieg, Pulserhöhung, Atmungsbeschleunigung, Hitzeandrang zum Kopf, Rötung und Schweißentwicklung erzielt. Im kaloriengleichen Zuckerversuch dagegen blieben die Verhältnisse fast normal. Dabei gelang der Versuch bei Plasmongabe viel rascher und besser als wie bei reiner Fleisch- und Käsenahrung; es wird dies mit den verschiedenen Resorptionsverhältnissen erklärt. Unter Vernachlässigung des respiratorischen Quotienten wird die insensible Perspiration berechnet: sie ist im Eiweißversuch gegenüber dem Zuckerversuch wesentlich gesteigert. Damit scheint uns die Theorie der dynamischen Entstehung der Eiweißhyperthermie noch weiter gefestigt zu sein.

DOI: 10.1007/BF01861265

Cite this paper

@article{Schmitt2005WeitereU, title={Weitere Untersuchungen {\"{u}ber die Entstehung der «dynamischen Eiwei\sshyperthermie»}, author={Walther Schmitt}, journal={Archiv f{\"{u}r experimentelle Pathologie und Pharmakologie}, year={2005}, volume={106}, pages={89-101} }