Ursachen und klinische Relevanz von Hyponatriämien bei allgemeinchirurgischen Intensivpatienten

Abstract

For 1 year all patients in the Department of General Surgery who were transferred to the intensive care unit (n = 237) were prospectively studied as to the development of hyponatremia. Relevant hyponatremia developed in 6.3 % of the patients. The lowest sodium concentration observed was 121 mmol/l, the mean duration was 1.2 days. In general, hyponatremia is related to hypovolemia and diuretics are often involved. In no patient were there any clinical consequences. Hyponatriämien können mit einer hohen Letalität assoziiert sein. Aus diesem Grund wurden im Zeitraum von einem Jahr alle allgemeinchirurgischen Patienten, die länger als 8 Std auf der Intensivstation lagen (n = 237), prospektiv erfaßt. 6,3 % der Patienten entwickelten relevante Hyponatriämien. Diese bestanden im Mittel 1,2 Tage. Die niedrigste Natriumserumkonzentration betrug 121 mmol/l. Die Gruppe der auffälligen Patienten wurde einem Normalkollektiv von 222 Patienten gegenübergestellt, deren Natriumwerte sich ausschließlich zwischen 135 und 147 mmol/l bewegten: Dabei fanden sich unter den hyponatriämischen Patienten mehr Frauen (73 vs. 43 %), mehr Patienten mit Ascites (40 vs. 4,5 %), mehr Alkoholiker (27 vs. 10 %), längere Liege- und Beatmungszeiten und eine schlechtere respiratorische Gesamtsituation. In der Regel sind Hyponatriämien Ausdruck hypovolämischer Zustände, wobei Diuretica häufig beteiligt sind. Eine klinische Konsequenz wurde bei keinem der Patienten beobachtet.

DOI: 10.1007/s001040050277

Cite this paper

@article{Daute1997UrsachenUK, title={Ursachen und klinische Relevanz von Hyponatri{\"a}mien bei allgemeinchirurgischen Intensivpatienten}, author={P. Daute and Ernst Hanisch}, journal={Der Chirurg}, year={1997}, volume={68}, pages={816-820} }