Untersuchungen über die relative Häufigkeit der Metalle in der Erdkruste

Abstract

]m abgelagerten Sehlamm (Detritus) l inden Reduktionsprozesse in grSflerem Ausmal?e nieht start. Entsprechend diesen Zonen tei]en Koll~witz und Marsson die Tiere und Pflanzen des Sii13wassers in Polysaprobien, ~und ~-3/[esosaprobien und Oligosaprobien ein. Diese letzte Gruppe umfal3t sehon die in praktisch reinem Wasser, im ~{ittelund Unterlauf ,noI~naler Flfisse, in Seen usw. vorkommenden Organismen; als eJgentliehe Katharobien bezeiehnen sie die Bewohner reiner Gebirgsbgche und ~hnlieher W~sser, fiir die also auger der Reinheit auch noeh die K~lte und der besonders hohe Sauerstoffgehalt des Wassers eharakteristiseh ist. Selbstverst~ndlieh geht es bei der Einre ihung einer best immten Tierand Pflanzenar t nieht ohne einen gewissen Sehematismus ab; in der Natur ]assen sieh eben die einzelnen Zonen nieht so seharf voneinander abgrenzen, wie man dies auf dem Papier notgedrungen gun mug. Aueh kann natiirlieh das Auff inden eines bestimmten, yon Kolkw~tz und Marsson unter die Saprobien eingereihten Tieres noeh kein ] ( r i ter ium fiir die Verunre in igung des betref~enden Wassers sein. Der Schlammwurm Tubifex z. B. findet sich gelegentlich in einzelnen Exemplaren selbst in ganz reinem Wasser, z. B. in Gletscherseen. ~ a n kann also nu t bei reichliehem Au~treten einer ganzen Vergesellscha~tung saprober Organismen einen giiltigen SehluB auf den Grad der Verschmutzung Jhres Wohngew~ssers ziehen. Die yon Kolkwitz und Marsson als Saprobien zusammengefal?ten Organismen ~inden wir nu n in allen biologisehen Abwasserreinigungsanlagen vor. Sie sind es, die bier die gelgsten organiseheu Stoffe aufnehmen und in lebende Substanz umwandeln (vflanz]iche Organismen), oder yon den ungelSsten Stoffen, sowie von' A]gen, Bakterien u. dg]. leben (tlerisehe Organismen). Rieselfelder, Tropfk5rper, FiillkSrper, Fischteiehei), sie alle sind belebt yon elner mehr oder minder reichen saproben Fauna und Flora. Uberlegen wir nun, welehe yon diesen Antagen die giinstigsten Bedingungen ff~r eine ~[assenentwieldung mSglichst vieler ~ i tg l ieder dieser eharakteristisehen Tierund Pflanzengesellsehaft bietet, so werden wir unbedingt den yon Hofer in d~e Abwasserreinigungsteehnik eingefiihrten Fisehteiehen den Vorzug geben. Nebeu all den Formen, die im Boden und an den Sehlaeken oder dem sonstigen Nater ia l der biologisehen I~25rper sieh" {estsetzen und massenhaft entwiekeln kSnnen, kann im Telch aueh Pflanze und Tier in ungeheuren Seharen die freie Welle erfiillen und teilnehmen an der Reinigungsarbeit. Und tats~iehlieh br ingt aueh in einem gut betriebenen Abwasserteieh jeder Zug mit dem Planktonnetz einen fSrmliehen Brei mikroskopiseher und etwas grSgerer Formen zutage. Die Rein igung des Wassers in diesen Teichen ist denn aueh in jeder t t ins ieht befriedigend: das Abflu~-

DOI: 10.1007/BF01497415

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@article{Bencke2005UntersuchungenD, title={Untersuchungen {\"{u}ber die relative H{\"a}ufigkeit der Metalle in der Erdkruste}, author={Albert Bencke}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={2}, pages={732-734} }