Ueber einen Fall von Tractionsdivertikel der Pylorusregion des Magens durch Gallenblasenverlagerung

Abstract

Entsprieht somit der Pylorusring und die~ unmittelbar angrenzende Magenpartie unsres Falles ganz den typischen, yon Maier als Trichterformen bezeichneten FSllen yon angeborner Pylorussteuose~ so muss umgekehrt das Verhalten des Duodenums als vSllig veto gew5hnlichen Befunde abweichend bezeiehnet werden. Der Anfangstheil des Duodenums erscheint in den Maier-Landerer ' szhen Fi~llen fas~ ausnahmslos yon n ormaler Weite, und das zugespitzte Ende der Pylorusregion ragt in den klassischen Fi~llen als derbe Masse in den Anfangstheil des Duodenums hinein, um welches dann das dfinnwandige Duodenum sich herumlegt. ,,Es li~sst sich", sagt Maier 1) w~rt]ich, ,,dieses Verh~ltniss nicht besser para]Ielisiren, als wenn wir die gauze Partie mit der Pottle vaginalis des Muttermundes vergleichen". In unserm Falle ist das Verhalten des Duodenums dem yon Maier beschriebenen vSllig entgegengesetzt. Das Duodenum ist ebenfalls und in seinem Anfangstheil sogar starker stenosirt als der Pylorusring, ein Befund, der nut in dem mit No, 30 be. zeichnetea der Maier'sehen F/Clle gleiehfalls angedeutet war, und den Maier bei diesem Falle als besonders bemerkenswerth aus: drficklich hervorhebt. Es ist wohl dieser Duodenalstenose wesentlich zuzusehreiben, dass auch das Verha]ten de r Pylorusregion, die sieh mit ihrem distalen, erweiterten Theil you allen Seiten eine Strecke welt fiber den Anfangstheil des Duodenums hinfiberlegte, gewissermaassen den directen Gegensatz zum Verhalten der Regio pylorica in der Mehrzahl der Ma ie r -Lande re r schen F~lle bildet.

DOI: 10.1007/BF01926086

Cite this paper

@article{Tilger2005UeberEF, title={Ueber einen Fall von Tractionsdivertikel der Pylorusregion des Magens durch Gallenblasenverlagerung}, author={Dr. med. Alfred Tilger}, journal={Archiv f{\"{u}r pathologische Anatomie und Physiologie und f{\"{u}r klinische Medicin}, year={2005}, volume={133}, pages={201-206} }