Ueber die Wirkung des Brillenschlangengiftes

Abstract

Die Aufmerksamkeit der medicinischen Welt ist in den letzten Jahren wiederholt den giftigen Kohlenstoffverbindungen zugewandt worden, welehe innerhalb lebender Thiere entstehen. So hat man in neuester Zeit das Vorkommen yon giftig wirkenden Substanzen in den inneren Organen yon Fischen und Mollusken festgestellt. Saot s c h e n k o 1) giebt an, dass einige Fischgifte das Secret yon ttautdrtisen in der iN~ihe der Rtickenund Schwanzflossen seien. Nach den yon M iur a und T ak e s a ki ~) im pathologischen Institute zu Tokio veranstalteten Untersuchungen ist bei den Tetrodonen besonders das geschlechtsreife Ovarium stark gifthaltig. S e h m i d t m a n n, S a l k o w s k y ~ ) ~ Y i r c h o w r erklRren die Wirkung des Giftcs der Miesmuschel (Mytilus edulis), das vorztiglieh in der Leber vorhanden ist, der Wirkung yon Curare ~ihnlieh. Auch yon den Sehlangengiften ist oft angegeben worden, dass ihre Wirkung in vielen Punkten an die yon Curare erinnere. F a y r e r , B r u n t o n , Wal l best~tigen dies fiir das Gift der Naja tripudians oder Cobra, der gefiihrliehen Brillenschlange Indiens. A r o n leugnet die angegebene L~hmung der motorischen Nervenendigungen, Rag o t z i versucht die negativen Resultate A r o n ' s zu erktaren. Als mir nun durch die Gtite des Herrn Geheimrath Prof. Dr. Binz und indirect dutch Herrn Dr. C. R. F r a n c i s , jetzt Surgeon General, friiher Professor der Mediein des Medicinal College in Calcutta, der auch vor 9 Jahren dem Bonner pharmakologischeu institute einige Glasr(ihrchen mit getrocknetem

DOI: 10.1007/BF01824389

Cite this paper

@article{Vollmer2005UeberDW, title={Ueber die Wirkung des Brillenschlangengiftes}, author={Dr. med. Emil Vollmer}, journal={Archiv f{\"{u}r experimentelle Pathologie und Pharmakologie}, year={2005}, volume={31}, pages={1-14} }