Ueber Wechselbeziehungen zwischen beiden Gehörorganen

Abstract

Wi~hrend die zwiscben beiden Sehorganen bestehenden Weehselbeziehungen, vor Allem die sogenannten sympathisehen Augenaffectionen, seit Langem allgemein bekannt sind und die eingehendste Beachtung finden~ liegen dagegen nur wenige Mittheilungen tiber ahnliche Vorgiinge an den H~rorganen vor, und selbst in griisser angelegten Lehrbiiehern der 0hrenhe i lkunde werden die Weehselbeziehungen zwischen beiden H~rorganen entweder gar nicht bertieksiehtigt, oder der betreffende Autor erwahnt diese zumeist nur ganz fltiehtig. K r amer ~) spricht yon einem Uebertritt des Entztindungsprocesses yon einem Ohre auf das andere Ohr ,nur nach dem Gesetze der Sympathie zwisehen beiden 0 h r e n " . L i n c k e ~) giebt an, dass zwischen beiden Ohren eine Sympathie bestehe, und dass eine eitrige Ohrenentztindung oder ein Katarrh, wie bereits I t a r d ~) beobach¢ete, elne Neigung zeige, sich am anderen Ohre zu wiederholen.Nach Jam e s Sims ~) scheint ein bedeutender Consens zwischen beiden Ohren stattzufinden, ja vielleicht ein ebenso grosset, wie zwischen beiden Augen~ ein eitriger Ausfluss erfolgt hhufig aus beiden Ohren, und selten leidet das eine Ohr, ohne dass zuletzt auch das andere Ohr ergriffen wird; dies zeigt sich am deutlichsten, wenn man das eine Ohr mit dem Finger verstopft, da dabei das GehSr auf dem anderen 0hre undeutlieh und dumpf wird. Y e a r s l e y 6) erw~hnt die merkwiirdige Sy~pathie zwischen beiden H~irnerven, so dass eine Erkrankung des HSrorgans der einen

DOI: 10.1007/BF01807246

2 Figures and Tables

Cite this paper

@article{Urbantschitsch2005UeberWZ, title={Ueber Wechselbeziehungen zwischen beiden Geh{\"{o}rorganen}, author={Victor Urbantschitsch}, journal={Archiv f{\"{u}r Ohrenheilkunde}, year={2005}, volume={35}, pages={1-27} }