Ueber Anpassungsverhältnisse des Körpers bei Lähmungszuständen an den unteren Gliedmaassen

Abstract

Die Literatur verzeichnet in einer grSsseren Anzahl yon F~llen bei a n g e b o r n e n Defecten, sei es ganzer Gliedmaassen, sei es nur einzelner Abschnitte derselben ein vicariirendes functionelles Eintreten der vorhandenen KSrpertheile ffir die fehlenden oder mangelhaft entwickelten Glieder. Um hier nur einige diesbezfigliche Beispie]e zu erw~ihnen, so besass der yon H a n s Virchowl) . beschrieben% armlos gebornc Kiinstler Unthan eine derartigc Geschicklichkeit im Gebrauch seiner Ffisse, dass dieselben vollstiindig fiir die Arme eintraten, ja auch in der Action eine gewisse Aehnlichkeit mit den Extremit~ten, deren Rechte sie iibernahmen, aufwiesen. In ~ihnlicher Weise wusstc in einer von O p f e r 9) mitgethei]ten Beobachtung ein mit einem Mangel der obcren Gliedmaassen gebornes Mi~dchcn die Fiisse vortrefflich zu allen Verrichtungen des t~glichen Lebens, j~ selbst zu gewisscn Kunstleistungen zu gebrauchcn. Eino kleine Patientin, die ich selbst untersucht und beschrieben habe 8),

DOI: 10.1007/BF01882009

Cite this paper

@article{Joachimsthal2005UeberAD, title={Ueber Anpassungsverh{\"a}ltnisse des K{\"{o}rpers bei L{\"a}hmungszust{\"a}nden an den unteren Gliedmaassen}, author={Dr. G. Joachimsthal}, journal={Archiv f{\"{u}r pathologische Anatomie und Physiologie und f{\"{u}r klinische Medicin}, year={2005}, volume={139}, pages={497-504} }