Sympathalgien

Abstract

Die klinische Beobachtung von Schmerzsyndromen mit besonderer Schmerzausbreitung, die sich weder in ein peripher-radikul/ires noch in ein segmentales Muster einordnen lassen, ffihrte zu dem Schlug, dab sich diese Schmerzbilder mit dem peripheren Versorgungsgebiet der grogen Arterien decken. Schmerzsyndrome, bei denen eine Irritation des periarteriellen autonomen Nervensystems besteht, zeigen eine vasale arterielle Topographie. Benachbarte Gef'~iBgebiete werden zu Quadranten zusammengefaBt. Typischerweise ist bei diesen Schmerzsyndromen mit abnormer vasaler Topographie die protopathische Sensibilit/it gestrrt. Bei der Untersuchung der Patienten stellt sich in der Regel heraus, dab die Perzeption von Schmerzreizen verzrgert ist. Die Patienten krnnen nach einem hellen, scharfen Schmerz deutlich verzrgert einen dumpfen, gli~henden Schmerz empfinden. Neben der gesenkten Schmerzschwelle besteht h~iufig auch eine St6rung der Vasomotorik, der Homrostase und der Trophik, die im allgemeinen mit einer deutlichen Verstimmung verbunden ist.

DOI: 10.1007/BF02527471

Cite this paper

@article{Gro2006Sympathalgien, title={Sympathalgien}, author={M. Gro\ss}, journal={Der Schmerz}, year={2006}, volume={3}, pages={36-36} }