Studien zur Geschwulstimmunität

Abstract

Fassen wir das Ergebnis dieser Versuche nochmals kurz zusammen, so hat sich bei den angewandten Dosen von Thorium X zwar eine deutliche Wirkung auf die Immunitätsverhältnisse ergeben, doch blieb dieselbe hinter dem Effekte anderer Maßnahmen entschieden zurück. Die Gründe für den geringen Ausschlag scheinen einerseits in den schweren Schädigungen des Gesamtorganismus zu liegen, die selbst von relativ geringen Dosen ausgelöst werden können, andererseits in der durch Gefäßerweiterung bedingten besseren Blutversorgung der Tumoren. Besonders ist die Anzahl der relativ immunen Tiere auffallend gering und die relative Immunität auch dort, wo sie vorhanden, nur wenig ausgesprochen. Das Thorium X scheint in elektiver Weise die neutrophilen Leukocyten anzugreifen, Leukocytose und Immunitätserscheinungen scheinen nicht parallel zu gehen, und es wurden wiederholt absolute Immunitäten bei solchen Tieren beobachtet, bei denen alle Neutrophilen aus der Blutbahn verschwunden und lediglich Lymphocyten vorhanden waren. FräuleinElsa Blothner, der technischen Assistentin der Abteilung, bin ich für ihre Unterstützung bei diesen Versuchen, speziell bei den Blutuntersuchungen, zu Dank verpflichtet.

DOI: 10.1007/BF02152913

Cite this paper

@article{Yamauchi2005StudienZG, title={Studien zur Geschwulstimmunit{\"a}t}, author={Dr. Masao Yamauchi}, journal={Zeitschrift f{\"{u}r Krebsforschung}, year={2005}, volume={21}, pages={230-240} }