Spurennachweis, Leichenerscheinungen, Technik, Identifikation

  • Published 2004 in
    Deutsche Zeitschrift für die gesamte gerichtliche…

Abstract

darstellt. Das Privatgeheimnis des Patienten gewinnt erst durch das strafrechtlich bedeutsame Berufsgeheimnis des Arztes den Charakter eines wenn auch nicht absolu~ geschfitzten Rechtsgutes, das dem 5ffentliehen Interesse allenfalls zu opfern ist. Die Entseheidung hiertiber ist im Rahmen der Prozel3ordnung der erkennenden Geriehtsbarkeit vorbehalten. Die Bewahrung des Privatgeheimnisses wird des weiteren durch die Entwicklung des 5ffentlichen Gesundheitsdienstes und der Sozialversicherung sowie die ~berftillung der Krankenh/~user erschwert. Die strafrechtliche Verfolgung yon ~rzten wegen einer Verletzung des Berufsgeheimnissses tritt naeh den gerieht]ichen Statistiken nur sehr selten ein, obwohl eine diesbeztigliche Gesetzestibertretung sicherlich h/~ufig ist. Es hat aber nicht jede Offenbarung eines anvertrauten Geheimnisses tible Konsequenzen ftir den Patienten, w/~hrend andererseits sogar der Tatbestand der Ehrenbeleidigung gegeben sein kann, der zu einer Klage gegen den Arzt berechtigen sollte, wobei der Wahrheitsbeweis unzul/~ssig w/~re. BOLTZ (Wien)

DOI: 10.1007/BF00666961

Cite this paper

@article{2004SpurennachweisLT, title={Spurennachweis, Leichenerscheinungen, Technik, Identifikation}, author={}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r die gesamte gerichtliche Medizin}, year={2004}, volume={48}, pages={536-548} }