Saatschutzmittel

  • Bos H.
  • Published 2005 in Naturwissenschaften

Abstract

S aat seh u t zmi t t e l . Znm Sehutze des Saatgutes, und zwar nieht nut zur Abwehr yon tierisehen Feinden der Saat (wie z. B. yon Vbgeln, Drahtwiirmern u. a.), sondern aueh zur Abtbtung yon mancherIei pflanzlichen Sehadlingen and Schmarotzern, die dem Saatgute anhaften und die junge Pflanze beiallen und krank maehen, warden schon die verschiedensten Mitiel empfohlen und teilweise auch mi t deutlichem Erfolge verwandt. Einige 3/[ittel (wie Corbin, Cuprocorbin, Antimyeel) warden anfangs nur zur Fernhattung von Vbge3n (Kr~.hen, Tauben) angepriesen und verwandt. Wean man yon einem den Aufgang der Saat verzbgernden EinfIusse absieht, so haben sie sich als solche ~iittel naeh Versuchen, die yon den verschiedensten Seiten, u. a. auch yon der Bernburger landwirtsehaftlichen Versuehsstation angestellt worden sind, gnt bewiihrt. Neuerdings wurden nun die bier genannten Mittel aueh far die Behandlung des Rfibens~tgx~tes zur Abhaltung der Drahtwttrmer und zur Bek~mpfung des WurzelbraT~des tier Riiben angepriesen. D~ gerade diese letztere Frage ffir den Rfibenbau augerst wiehtig ist, so wurden yon der Bernburger Versuehsstation besondere Versuehe angestellt, fiber deren Ausfall yon Prof. Dr. W. Kriiger und Prof. Dr. G. Wimmer in der Zeitsehrift des Vereins der deutschen Zucl~erindustrie Bd. 64, S. 705 (1914) berichtet wird. Neben den oben genannten Mitteln wurde yon den Verf. auch die Wirkung der Carbols~iure erneut geprilft. Aus den mitgeteilten Zahlenzusammenstellungen geht ganz zweifellos hervor, dag die in Bernburg sehon frfiher stets mit Erfolg gefibre Behandlung des Ri~be,saatgutes mit ~ ~ Carbols&tre zur Verhfitung des Auftretens des geffirchteten Wurzelbrandes aueh bei den vorliegenden, vergleiehenden Versuchen die Saat vor Befall durch Wurzelbr~nd fast vollstgndig zu ~ehfitzen vermochte, unter der Voraussetzung, daft der Wurzelbrand infolge des verwandten Saatgufes auftri t t . Hingegen geht aus den Versuchen aueh welter hervor, dab die anderen angewandten ~{ittel die Erkrankung der Keime dureh Wurzelbrand nicht abwenden konnten, wenn sie aueh das Keimergebnis an sieh nicht sonderlieh ungfinstig beeinflul3ten. Eine Empfehlung in dieser t l ichtung w~re also nach den mitgeteilten Versuehen nicht berechtigt. Aufwendungen far die oben genannten 3£ittel werden sich also naeh den yon den Verfassern erzielten Versuchsergebnissen kaum lohnen kbnnen. B.H.

DOI: 10.1007/BF01547053

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@article{H2005Saatschutzmittel, title={Saatschutzmittel}, author={Bos H.}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={3}, pages={236-236} }