Reizwechseltherapie in der Kinderheilkunde

  • Carl Coerper
  • Published 2005 in Zeitschrift für Kinderheilkunde

Abstract

Die Ern~thrung des Si~uglings ist nach der Neugeb0renenperiode ftir Wochen und Monate eine monotone. Quanti tat iv wie qualitati~ ~ i~nder~ sieh das physiologische Ernahrungssubstrat, die Frauenmilch, nur wenig. Hierbei gedeiht eine Reihe yon Sauglingen gut. Eine andere Gruppe bleibt stehen. Eine Weiterentwicklung ist mit der alten, monotorten Ernahrung nieht zu erreichen. Man ist gezwungen, den Stillstand dureh Misehoder Beikost zu iiberwinden, l=Iierzu benutzen die Pi~diater die versehiedenartigsten N~hrgemische, die kalorisch teils fiber, tells unter der ~'rauenmilch stehen. Jede Schule, jede Anstalt verfolgt ihre besonderen erprobten Grundsi~tze, die unter sich die allergrSi~ten qualitativen und quanti tat iven Oifferenzen aufweisen. Bei diesen Ni~hrgemischen gedeiht ein mehr oder weniger groBer Teil der Kinder. ' Eine Analyse der Fi~lle, die mit der zufallig erprobten Beinahrung nicht gedeihen, wird nur selten versucht. Man begntigt sich meist mit dem Nachweis quantitat iver (energetischer) Unterschiede in den gereiehten Milchmengen. Wird eine hSherkalorische Nahrung geboten, so glaubt man einen zureichenden Grund fiir das Gedeihen allein sehon in diesem Umstand gefunden zu haben. Es sollten aber die Falle, wo der Entwicklungsfortschritt bei Ersatz der l~rauenmilch dureh Kuhmilehmisehungen mit niedrigerem Caloriengehalt erreicht wird, Veranlassung geben, den lediglieh quanti tat iven Erkli~rungsgrund zu erg~nzen dureh die Beurteilung qu~litativer Verh~ltnisse. Hier steht man einer l~berfiille mSglieher Erkl~rungen gegenfiber, deren Einzelheiten niemals im ganzen zu iibersehen sind, die wir aueh hier nicht verfolgen kSnnen. Uns interessiert in erster Linie das Grunds~tzliehe dieser Erscheinung. Wir gehen yon den Fhllen aus, die bei monotoner Ernahrung nicht gedeihen, bei partiellem Ersatz der Frauenmilch durch minderkalorische Gemisehe abet fortschreiten. Wie erkl~rt man diese auffallende Erseheinung ~. Folgende Hilfshypothese haben wir uns hieriiber gebildet.

DOI: 10.1007/BF02225385

Cite this paper

@article{Coerper2005ReizwechseltherapieID, title={Reizwechseltherapie in der Kinderheilkunde}, author={Carl Coerper}, journal={Zeitschrift f{\"{u}r Kinderheilkunde}, year={2005}, volume={37}, pages={344-348} }