Psychosomatisches Therapiekonzept bei Urge-Inkontinenz

Abstract

nach Einffihrung auf 50 mm Hg aufgepumpt, damit die Beckenbodenmuskulatur gegen diesen vorgegebenen Druck reagieren kanm Die f,)bungsanleitung zielt darauf, dab isolierte Beckenbodenkontraktionen zustandekommen und keine zus/itzliche intraabdominale Druckerh6hung erfolgt. Die Patientinnen erhielten ein Mel3protokoll zur Dokumentation des Ubungserfolges. In 4-w6chigem Intervall erfolgte Untersuchung und nach 6 Monaten erfolgte eine neuerliche urodynamische Messung. Bei der Strel3inkontinenz II ~ zeigt sich meist nur eine Verbesserung (14/25), eine objektive Heilung lfil3t sich lediglich in 2 F/illen aufzeigen. Einen guten Therapieerfolg zeigt jedoch die Gruppe mit Strel3inkontinenz I ~ wo sich in 16/25 Patientinnen eine Verbesserung der rDT nachweisen 1/iBt. Bei der urodynamischen Untersuchung vor und nach Therapie zeigt das Harnr6hrendruckprofil in Ruhe keine Anderung. Im StreBprofil 1/il3t sich jedoch ein Anstieg der rDT von 54 auf 78% nachweisen, als Ausdruck des quergestreiften Beckenbodenmuskulaturtrainings. Tierexperimentelle Untersuchungen haben die aktive Komponente der quergestreiften Beckenbodenmuskulatur bewiesen. Die rDT mit Aufbau eines intraurethralen Druckanstiegs unter Strel3bedingungen erwies sich als wesentliche muskulfire Komponente. Wichtig ist nun, mit Hilfe der Urodynamik die richtige Selektionierung der Patientinnen fiir ein konservatives Therapiekonzept vorzunehmen. Bei unserem, wenn auch kleinem, Patientengut zeigten sich zufriedenstellende Behandlungsergebnisse bei der StreBinkontinenz I ~ die auch die Dom/ine ffir ein solches Therapiekonzept darstellt. Bei der Strel3inkontinenz II ~ bietet sich dieses Vorgehen zumindest als Versuch an. Allgemein als Nachteil der Therapie muB man.jedoch die h/iufig mangelnde Compliance der Frauen anftihren, die selten die Ubungen 1/inger als 3 -4 Monate durchfiihren.

DOI: 10.1007/BF02417551

Cite this paper

@article{Bitzer2006PsychosomatischesTB, title={Psychosomatisches Therapiekonzept bei Urge-Inkontinenz}, author={Johannes Bitzer and Walter Keller and Alfonso Casta{\~n}o Almendral}, journal={Archives of Gynecology and Obstetrics}, year={2006}, volume={245}, pages={767-768} }