Probleme der Glasforschung. I

Abstract

P r o b l e m e der Glasforschung. I. Vo~ Dr. E. Zsc/vimmer, Jena. Zvm Begriff des technische~ Gla~es. Unter ,,Glasforschung" verst.ehe ich ein besonderes G ebiet der ,,~echnischen ~aturforschung". Das Ziel dieser Wissenscha/t wurde, in~ Znsammenhang mit der Griindung n.aturwi,s,senschaft]ich-technischer Forschungs-Institute, schen allgemein behandelt ~) and in die F ordering kurz znsammenge~al~t: ,,Grfindliche exakt wissenschaftliehe Anfklgrung fiber die Natur der technischen Dinge und Vorg~inge." Hierzu gehSren auch die Glgser und ihre Erzeugung. Es mul~ eine besondere Wissenschaf~ geben, die sieh in dem ~rah.er allgemein bezeichneten Sinne mit den Problemen be£a~% auf die tier 1N'aturforseher beim Ausbau ,seiner Wi.ssenschaft schwerlich stol~en warde, woM abet der Techniker bei der Er£indung nnd Anwenduug neucr G]~ser and ihrer Herstellung im Hiittenbetrieb. Die Glasforschung gehSrt nicht zur ,,reiaen" Natur~crsehung, da ,sic ihre Probleme 'der Technik entnimmt; sie dient der wissenscha~tlichen Begrfindung der Technologic des Glases, &er kau:salen Erkl~rung glastechnischer Dinge Und Vetgauge. Gleichwohl ist diese Wi.ssenschaft ihrer Methode n aeh ~]ech ganz nnd gal" Naturwissenschaft, denn ~der zu er~orschende Gegenstand ist ein Stiick der ~Natur. Der LTnterschied yon der .,relnen" ~atnrwissenschaf~ besteht nut in der Wahl dieses besonderen Gegenstandes, woran der reine ~aturforscher kein Interesse hat. Wgxe die ~q, atmwcissenschaft unendlich vollenget, so warde~ wie friiher schon bemerkt, keine beson,dere Auf~ gsbe fa r die Glasforschung bestehen; die Erfinder warden sich ann dem unendlichen Wissen ~ederzeit der/ 'Teil aussuchen, den ,sic fiir ihre Zweeke b rauchen . Aber dieser Idealzustand besteht niereals, Weder kann die relne :Naturwissenschaft. warren, bin die Forschung am Ende i.st, noeh kann die Techni~: des Glases his dahln an~ die Ver~o]gung ihres e~genen Forschungszie]es verziehten: die Entdeekung und Erkenntnis~ desjenigen besonder.en Teiles der tqatur, den sle in tier t ter~ste]hng and An~endung der Gl~ser beherrsch}n will. Problema~isch ist sehon der Begriff ,,Glas". Der Versueh einer dem Stande nnd den Anforderungen der Technik entspreehend:en wissenschaftlichen :Bestimmung des Glasbegriffs ~s~ keineswegs e~n miil]iges Beginnen; alIerdings mul~ im voraus gesagt werden: Die Zusammenfassung der vorhandenen Industriegl~ser oder ale ,,glasig" be-

DOI: 10.1007/BF01491905

Cite this paper

@article{Zschimmer2005ProblemeDG, title={Probleme der Glasforschung. I}, author={Von Dr. E. Zschimmer}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={6}, pages={509-514} }