Postoperative Infektionen bei implantierten Portsystemen?

  • Published 2003 in Der Chirurg

Abstract

Die Autoren analysieren, nach 361 Portkatheterimplantationen mit Fokussierung auf Katheterbrüche auch die anderen postoperativ aufgetretenen Komplikationen. Bei der ursächlichen Interpretation der vorgefundenen Resultate begehen sie in 2 Punkten jedoch eine Fehleinschätzung. Als Ursache für die häufig begegneten Infektionen heben die Autoren die Immunsuppression der Kranken als kombinierte Folgeeinwirkung von durchgeführter Chemotherapie und fortgeschrittener Tumorerkrankung bei Betroffenen hervor. Diese Art der Wertbeurteilung charakterisiert nicht, auch nicht annähernd, die tatsächliche Infektionsursache. Die eigene Erfahrung basiert auf 307 ambulant in der Praxis implantierten Portkatheter. Alle Patienten waren chemotherapierte Krebskranke. Wir erlebten keine postoperative Infektion. Somit scheidet die von den Autoren favorisierte Immunsuppression als Ursache der Infektion aus. Der Grund für postoperativ gehäuft auftretende Wundheilungsstörung im Krankenhaus ist vielmehr im Hospitalismus zu suchen.Hier müssen auch die prophylaktischen Anstrengungen angesetzt werden. Zum 2. Punkt der Fehlinterpretation zunächst Folgendes vorweg. Unsere Patienten wurden vorwiegend (88%) in Lokalanästhesie und nur 12% auf Wunsch in Vollnarkose operiert. Als Zugang diente bei 93% der Patienten die V. cephalica im Sulcus deltoideopectoralis. Die V. jugularis eignete sich bei 7% der Erkrankten für den Zugang.Wir registrierten keinen Katheter■ Erwiderung

DOI: 10.1007/s00104-002-0599-x

Cite this paper

@article{2003PostoperativeIB, title={Postoperative Infektionen bei implantierten Portsystemen?}, author={}, journal={Der Chirurg}, year={2003}, volume={74}, pages={a253-a253} }