Physiologische und biochemische Untersuchungen der Fließarbeit des „Nerventypus“

Abstract

1. Die Untersuchung des Gaswechsels bei den Arbeitern, welche eine physische leichte Arbeit jedoch mit großer Aufmerksamkeit ausführen, zeigte eine häufige Erhöhung des Atmungskoeffizienten. Diese Erhöhung des Atmungskoeffizienten kann, wie die Untersuchung der Alkalireserve zeigt, nicht nur durch die physiologische Kohlensäure (die durch Oxydation der Milchsäure durch Sauerstoff entsteht) hervorgerufen werden, sondern auch durch physiko-chemische Kohlensäure, die bei der Herabsetzung unter gleichzeitiger Vergrößerung der Lungenventilation entsteht. Diese Verringerung der Alkalireserve hängt nicht von der Milch- und Phosphorsäure ab, da bei der Analyse keine bedeutende Veränderung derselben gefunden wurde. 2. Die Veränderung des Blutdruckes und des weißen Blutbildes nach der Arbeit am Konveyor ist unbedeutend. Eine Verschiebung derSchillingschen Formel wird bereits beim Antritt zur Arbeit beobachtet, was darauf deutet, daß die Arbeiter bereits etwas ermüdet zur Arbeit kommen. Die Methode vonValsalva ist für die funktionelle Probe im Betriebe nicht anwendbar. 3. Die Zusammenstellung der physiologischen, biochemischen, physiologischen und psychotechnischen Daten zeigt, daß für den Konveyor des „Nerventypus“ die Arbeitsordnung von 55 Minuten Arbeit und 5 Minuten Erholung günstigere Daten gibt als die Arbeitsordnung von 1 Stunde 50 Minuten und 10 Minuten Erholung. Die Untersuchung des Gaswechsels bei den Arbeitern, welche eine physische leichte Arbeit jedoch mit großer Aufmerksamkeit ausführen, zeigte eine häufige Erhöhung des Atmungskoeffizienten. Diese Erhöhung des Atmungskoeffizienten kann, wie die Untersuchung der Alkalireserve zeigt, nicht nur durch die physiologische Kohlensäure (die durch Oxydation der Milchsäure durch Sauerstoff entsteht) hervorgerufen werden, sondern auch durch physiko-chemische Kohlensäure, die bei der Herabsetzung unter gleichzeitiger Vergrößerung der Lungenventilation entsteht. Diese Verringerung der Alkalireserve hängt nicht von der Milch- und Phosphorsäure ab, da bei der Analyse keine bedeutende Veränderung derselben gefunden wurde. Die Veränderung des Blutdruckes und des weißen Blutbildes nach der Arbeit am Konveyor ist unbedeutend. Eine Verschiebung derSchillingschen Formel wird bereits beim Antritt zur Arbeit beobachtet, was darauf deutet, daß die Arbeiter bereits etwas ermüdet zur Arbeit kommen. Die Methode vonValsalva ist für die funktionelle Probe im Betriebe nicht anwendbar. Die Zusammenstellung der physiologischen, biochemischen, physiologischen und psychotechnischen Daten zeigt, daß für den Konveyor des „Nerventypus“ die Arbeitsordnung von 55 Minuten Arbeit und 5 Minuten Erholung günstigere Daten gibt als die Arbeitsordnung von 1 Stunde 50 Minuten und 10 Minuten Erholung.

DOI: 10.1007/BF02011275

Cite this paper

@article{Efimoff2005PhysiologischeUB, title={Physiologische und biochemische Untersuchungen der Flie\ssarbeit des „Nerventypus“}, author={W. W. Efimoff and M. N. Sarch and K. S. Samytschkina and P. P. Mitrofanoff and O. A. Salzgeber and A. J. Lewina and Steve Margulis}, journal={Arbeitsphysiologie}, year={2005}, volume={3}, pages={372-396} }