Pathologisch verminderte Endothelzellzahl spaltlampenmikroskopisch unauffälliger Hornhaut Ein wichtiger Befund vor der Kataraktchirurgie

Abstract

Hintergrund. Entscheidend für das Risiko einer Hornhautdekompensation nach Kataraktchirurgie ist eine verminderte Endothelzellzahl. Eine genaue Quantifizierung der Endothelzellen ist erst mit dem Endothelmikroskop möglich. Patienten und Methoden. Prä- sowie postoperativ wurden von 500 Patienten Endothelfotos angefertigt. Ergebnisse. Es zeigte sich, dass auch eine präoperativ spaltlampenmikroskopisch diagnostizierte Cornea guttata eine Endothelzellzahl von >1800 Zellen/mm2 aufweisen kann und kein erhöhtes Dekompensationsrisiko postoperativ besitzt. Dagegen wurden bei 6,4% der spaltlampenmikroskopisch physiologisch erscheinenden Hornhäuten weniger als 1800 Zellen gefunden. In diesen Fällen besteht ein erhöhtes postoperatives Dekompensationsrisiko. Schlussfolgerung. Diese Ergebnisse zeigen, dass eine routinemäßig durchgeführte Endothelmikroskopie durchaus einen berechtigten Platz in der präoperativen Diagnostik hat. Background. A reduced number of endothelial cells increases the risk of corneal decompensation after cataract surgery. It is difficult to quantify the number of endothelial cells using slit-lamp microscopy since normal corneas may also show a reduced number of endothelial cells. Materials and methods. We compared the number of endothelial cells pre- and postoperatively in a group of 500 consecutive patients. Results. Corneas diagnosed preoperatively with corneae guttata by slit-lamp microscopy may reveal more than 1800 endothelial cells/mm2. These corneas may decompensate after surgery. Conclusion. We consider the routine use of endothelial microscopy to be a helpful diagnostic tool prior to cataract surgery.

DOI: 10.1007/s003470170162

Cite this paper

@article{Lechner2001PathologischVE, title={Pathologisch verminderte Endothelzellzahl spaltlampenmikroskopisch unauff{\"a}lliger Hornhaut Ein wichtiger Befund vor der Kataraktchirurgie}, author={Sarah Lechner and F. Schweig and Priv.-Doz. Dr. Dr. P. W. Rieck and Norbert Anders and Ch. Hartmann}, journal={Der Ophthalmologe}, year={2001}, volume={98}, pages={273-276} }