Orthodiagraphische Herzgrössenbeurteilung im Kindesalter

Abstract

die weiter unten n~her zu er6rtern sein werden, nicht angezeigt. ~ber die Beeinflussung der Senkungsgeschwindigkeit w~ihrend der R6ntgenbehandlung 15~Bt sich ein einheitliches Urteil nicht fillen. Wir sehen bei einigen ITM die vorher erh6hte Senkungsbeschleunigung evtl. schon nach der ersten B› sehr stark heruntergehen und sich unter Umst inden der Norm nihern , ohne daB die anderen Kriterien, die man fiir die Besserung des KranMleitsbildes als NIaBstab heranziehen k6nnte, gebessert werden. Hiuf ig sahen wir bei diesen Kranken dann die anfangs, wie eben erw~hnt, heruntergegangene Senkung wieder ansteigen, zu einer Zeit, da der Grundumsatz die Tendenz zu AbwXrtsbewegung hatte. Bei einem anderen Teil unserer Kranken fielen die groBen Schwankungen der Senkungswerte im Laufe der Strahlenbehandlung auf. Noch aus einem anderert Grunde schien uns die Sedimentierungsgeschwindigkeit der Erythrocyten nicht geeignet, als ~{aBstab frit unsere r6ntgentherapeutischen MaBnahmen herangezogen zu werden. Das war die so oft beobachtete Beeinflussung durch eine vorangegangene Erk i l tung, die wir allerdings nicht bei unseren s~mtlichen Kranken sahen. Einige Male konnten wir uns nicht des Eindrueks erwehren, dal3 solche leichte Infekte auch den Grundnmsatz beeinflussen. Es fielen Steigerungen des Gaswechsels auX, ohne daB nach der Anamnese ein sicherer Anhalt fiir eine Verschlechterung der Schilddrfisenerkrankung gegeben war. Ob diese Grundumsatzsteigerung aux VerbrennungserhShungen als direkte Folge der Infektion beruhten, ob die Infektion doch eine Minisch mehr oder minder symptomarme Versehlechterung des tTM verursacht hat, die sich nur im Gaswechsel auswirkt, oder ob die Steigerung der Verbrennung auf einer psychischen Irr i tat ion beruht, die vielleicht durch geringe subjektive Erk~ltungsbeschwerden ausgel6st werden, dfirfte schwierig zu entscheiden sein. Wir beobachteten fernerhin tTM bel denen im Laufe der Strahlenbehandlung trotz abfallenden Grundumsatzes die Senkung langsam anstieg, wir beobachteten dies gelegentlieh aueh bei solchen tTM die vor der Behandlung normale Senkungswerte hat ten; klinisches ]3ild nnd subjekTM Befinden zeigten dabei eine Besserung. Sehr oit h6rten wir von diesen tTM dal3 sie seit lXngerer Zeit an Erk i l tungen litten. lJbe 9 die endgfiltige Ver~nderung der Senkungsgeschwindigkeit der als geheilt ans der Strahlenbehandlung entlassenen Thyreotoxikosen I~13t sich ein abschlieBendes Urteil nicllt f~iIlen. Aus iugeren Griinden ist die Zahl dieser F~lle zu kIein, da die ITM zu einer Zeit in die R6ntgenbehandlung kamen, wo die ]3estimmung der Senkungsgeschwindigkeit generell noeh nicht durchgef/ihrt wurde. Bei den nach dieser Richtung hin durchuntersuchten Kranken konnten wir die verschiedensten Befunde erheben; wir sahen sowohl unver~ndert gebliebene beschleunigte Senkungen als unver~nderte normale Ansgangswerte, sowie schlieBlich gebesserte Sedimentierungsbefunde. Zusammen/assung: Die Senkungsgeschwindigkeit der Erythrocyten bel Thyreotoxikosen ist in 5 o % der F~lle normal. Die beobachteten Steigerungen gingen fiber 3o mm nach der ersten Stunde nur selten hinaus (4,6%). Diese Befunde machen die Heranziehung der Senkungsgeschwindigkeit als brauchbares Kriterium Iiir unsere therapeutischen 9 illusorisch. Aus der Strahlenbehandlung aIs geheilt entlassene • toxische ITM zeigen bel vorheriger beschleunigter Erythrocytensedimentierung flicht immer eine zur Norm zurtickgekehrte Senkung.

DOI: 10.1007/BF01740428

Cite this paper

@article{Kirsch2005OrthodiagraphischeHI, title={Orthodiagraphische Herzgr{\"{o}ssenbeurteilung im Kindesalter}, author={Dr. Oskar Kirsch}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={9}, pages={1574-1576} }