Ornithologisches aus dem Osten der Mark

Abstract

der Storch in SLidund Ostafrika nicht brtttet. Selbst yon vielen Ornithologen wird oft dic Tatsache, dafs der Weifse Storch bis zur Kapkolonie hinunter zieht, geradezu als etwas ganz besonders Merkwfirdiges angestaunt. Allein es w/ire ein Wunder, wenn er nicht so welt zSge, denn wiihrend des SLidsommers, welcher ffir fast ganz Siidafrika die Regenzeit bedcutet, ist es die hier massenhaft auftretende Wanderheuschrecke, die den Storchseharen die am leichtesten zu erreichende ~ahrung bietet. Siidafrika ist jedenfalls das einzige Land, welches zu dieser Zeit die gLinstigsten Bedingungen zur ErhaItung miiglichst vieler lndividuen dieser ¥ogelart durch seinen Insektenund Lurchreichtum bietet, und wenn aufser dem Storch auch noch zahlreiche andere unserer ZugvSgel, namentiich insektenfressende SingvSgel: ebenfalls bis in das Subtropengebiet der Sfidhalbkugel ziehen, so werden sie hierffir ihre guten, d. h. also wohl z. T. dieselben Grfinde haben. Denn ein a priori etwa durch , , U e b e r w a n d e r u n g " herangezfichteter starker Zugtrieb bedarf zwecks seiner Erhaltung wohl auch fortbestehender Ursachen. Es ist wahrscheinlich, dais bei den frtiheren Massenwanderungen des Storches die heute scharf getrennten Znostrafsen nicht so ausgepri~gt waren, sondern dafs ein lebhafterer Zug auch fiber das Mittelmeer (Italien) stattfand.

DOI: 10.1007/BF01906045

Cite this paper

@article{Stein2005OrnithologischesAD, title={Ornithologisches aus dem Osten der Mark}, author={Georg H. W. Stein}, journal={Journal f{\"{u}r Ornithologie}, year={2005}, volume={73}, pages={11-16} }