Ob der Zucker im Harn durch Gährung mit Sicherheit nachgewiesen werden kann?

  • Eduard Pflüger
  • Published 2005 in
    Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen…

Abstract

Bei einer Untersuchung~), die ich mit meinem hssistenten Herrn Prof. B. S c h 0 n d o r f f und dem Oberarzt Herrn Dr. F. Wenzel ausft~brte, traf ich auf den Harn eines Kranken, welcher bei der nach gebr~uchlicher Vorschrift ausgeffihrten Gi~hrung ungebeuere Mengen yon Kohlensi~ure entwickelte, obwohl er keinen Zucker enthielt. Ich hatte daraus geschlossen, dass die Gahrungsprobe die Gegenwart des Zuckers nicht mit der Sicherheit verbiirge, die allgemein angenommen wird. E. S a 1 k o w sk i bat in der Berliner Klinischen Wochenschrift yore 30. October 1905 hiergegen Stellung genommen. Er sagt (S. 51): ,,Man lasse sich also durch die P f l i i g e r ' s c h e n ,Entdeckungen' ,nicht beirren, die Gi~hrungsprobe ist, richtig angestellt, durchaus ,,zuverl~ssig". Vorausschicken muss icb, dass E. S al k o w s k i die Richtigkeit der yon uns gemeldeten Thatsache zugiebt und aus der am Ende der G~ihrung im Harn vorhandenen alkalischen Reaction das Vorhandensein ammoniakalischer Giihrung folgert. S a l k o w s k i ~) sagt: , J e d e r G i ~ h r u n g s v e r s u c h , bei dessert

DOI: 10.1007/BF01677347

Cite this paper

@article{Pflger2005ObDZ, title={Ob der Zucker im Harn durch G{\"a}hrung mit Sicherheit nachgewiesen werden kann?}, author={Eduard Pfl{\"{u}ger}, journal={Archiv f{\"{u}r die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere}, year={2005}, volume={111}, pages={241-250} }