Notizen über Schlangenblut

  • E. Tiegel
  • Published 2005 in
    Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen…

Abstract

entspannt und nimmt man nun plStzlich die Hand fort, so werden in Folge der Sehwere dcr Fliissigkeitss~ulen die Blasen oder die Klappen plStzlieh nach Unten gespannt. Man hSrt wirklich einen 87171 Man hat hier im Wesentliehen den R ouanet'sehen Versueh ver sieh, welcher beweisen soll, dass dieser 87 von Klappenschwingungen herr[ihrt. Es geht aber daraus eben das Gegentheil hervor, dass dieser 87 nicht eln Klippenton ist. Denn wenn man die H5he des Sehalls in beiden RShren vergleieht, so hSrt man, dass der Sehall eeteris paribns um so niedriger ist, je h5her die Fliissigkeitssliule. Der Schal l bat also s e i n e n Grund in S e h w i n g u n g e n der F l i i ss igkei t . Wer diesen Versueh wiederholt, wird sofort einsehen, dass es a priori unsinnig ist, aueh nur einen Augenbliek daran zweifeln zu wollen, dass die Bewegungen der Flilssigkeitssiiule die Bewegungen der Klappen g~nzlich beherrschen. Dass von selbststiindigen Bewegungen der Klappen keine Rede sein kann, will ieh nicht beweisen: der Versuch sr macht es dem Beobaehter sofort klar. M~gliehst direct ist also bewiesen, dass bei der pl~tzliehen Spannung der Klappen dureh Fliissigkeit, wie im normal funetionirenden Herzen~ der gebildete Schall von Schwingungen dieser Fliissigkeit und nicht von Sehwingungen der Klappen abh~ngt. S e h w i n g u n g e n des Blu tes sind also d ie Ursaehe d e r Herzt5ne.

DOI: 10.1007/BF01637521

Cite this paper

@article{Tiegel2005NotizenS, title={Notizen {\"{u}ber Schlangenblut}, author={E. Tiegel}, journal={Archiv f{\"{u}r die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere}, year={2005}, volume={23}, pages={278-282} }