Neuere Erkenntnisse zur Geschwulstbildung in der Leber

Abstract

Bei der Er6rterung der Gesehwulstentstehung stand bisher die yon WAR~Vge festgestellte St6rung der Atmung im Vordergrund. Bei einer solehen Atmungsst6rung kann entweder die waehsende Zel]e absterben oder sieh in eine Gesehwulstzelle umwandeln. Diese Ansieht blieb abet nieht unwidersproehen. Es ist sehr wahrseheinlieh, dab die Gesehwulstbildung fiber bestimmte Stadien erfolgt. In der experimentellen Pathologie war man bisher bemfiht, diese versehiedenen Stufen der Caneerisierung der Zelle morphologiseh zu erfassen. %renn aueh dutch eingehende Studien die Kenntnisse fiber einzelne Gewebsver/indernngen erweitert wurden, so konnte mit den Massisehen Untersuehungsmethoden, die dem Pathologen bisher zur Verffigung standen, kein Einbliek in die den Gewebsver~nderungen zugrunde liegenden Stoffweehselvergnderungen gewonnen werden. Daher ist es verst/~ndlieh, dab das Krebswoblem in letzter ZNt vorwiegend yon bioehemiseher Seite aus betraehtet wurde, zumal diese Forsehungsriehtung dutch Einffihrung neuer Untersuehungsm6gtiehkeiten, wie z.B. die Ultrazentrifngierung yon I-Iomogenisaten bzw. Fermentdarstellungen vorangetrieben wurde. Auf die Ffille der hierbei gewonnenen Einzelbefunde soll bier nieht eingeg~ngen werden. Neuerdings haben sieh aueh ffir den Morphologen neue Aspekte er6ffnet. Dutch die Einffihrung des Elektronenmikroskopes in die histologisehe Teehnik ist es m6glieh, die Feinstruktur des Gewebes, insbesondere aber die der Zelle in einer vorher nieht erfagbaren Dimension siehtbar zu maehen. Die Histoehemie und Autoradiographie emn 5gliehen eine kombinierte Untersuehung yon Gewebsver/~nderungen und den damit verbundenen Stoffweehselprozessen, tIierbei ist beiden Me~hoden gemeinsam, dab Stoffweehselvorg/~nge his in eelluI£re bzw. mit dem Elektronenmikroskop in subeellulgre Bereiehe lokalisierbar sind. Die ttistoehemie gestattet Aussagen fiber das Mengenverh~ltnis bestimmter Stoffe, w~hrend mit der Autoradiographie Einblieke in (tie Neubildung yon Stoffen in der Zelle gewonnen werden k6nnen. In der vorliegenden Arbeit soll fiber Untersuehunfen beriehtet werden, die mit l-Iilfe der oben angeffihrten Methoden neue Erkenntnisse fiber die Gesehwulstbildung der Leber ergeben sollten. Dies ersehien um so aussiehtsreieher, als in gemeinsamer Arbeit au~oradiographisehe, elektronenmikroskopisehe und histoehemisehe Befunde am gleiehen Untersu-

DOI: 10.1007/BF01482011

Cite this paper

@article{Heinlein2005NeuereEZ, title={Neuere Erkenntnisse zur Geschwulstbildung in der Leber}, author={Heinrich Heinlein and Gerold H{\"{u}bner and Karl Josef Lennartz and Guenther Rudolph}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={40}, pages={121-125} }