Neuere Beiträge zur Dynamik atmosphärischer und ozeanischer Strömungen

Abstract

Die Mechanik der Str6mungsvorg~nge in der Atmosph~Lre und im Meer stellt ein besonders reizvolles Anwendungsgebiet der Strrmungslehre dar. Eine ganze Reihe yon Ver6ffentlichungen des Kaiser Wflhelm-Insfituts ifir Str6mungsforschung ist diesem Fragenkreis unmit te lbar oder mittelbar gewidmet. Prof. PRANDTL hat zuletzt in seinem Beitrkg zum Meteorologen-KongreB in Edinburgh 1936 [8] l) eine umfassende Darstellung der in seinem Ins t i tu t auf diesem Gebiet durchgeffihrten oder in Angriff genommenen Untersuchungen gegeben: Sie betreffen die Niechanik der groBen Zirkulation der Atmosph~Lre fiber der rotierenden Erdkugel, den EinfluB der Bodentopographie auf den Verlauf der Str6mungen, die Mechanik der Zyklone und Antizyklone und schlieBlich auch eine Reihe yon Fragen der Kleinformen des \Vetters. Als Beitrag zu dem vorliegenden, der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft und ihren Insf i tuten gewidmeten Sonderheft der ,,Naturwissenschaften" sollen im folgenden an Hand der in der Zwischenzeit zum AbschluB gekommenen Untersuchungen die wesenflichen Zfige dieser Arbeiten einem gr6Beren Leserkreise aufgezeigt werdem Zwar sind in diesem kurzen Zeitabschnitt und wegen kriegswichtiger Arbeiten des Inst i tuts nur einige der eben genannten Forschnngsaufgaben weiter gef6rdert worden, aber die behandelten Einzetprobleme dfirften doch die Grundriehtung hervortreten lassen, in welcher im G6ttinger Ins t i tu t die Methoden und die Ergebnisse der Strrmungsforschung auch ffir die Meteorologie und ffir die Erforschung der Meeresstr6mungen nutzbar gemacht werden. I. GrundMitzlich ist zu der Methode dieser Forschungsarbeiten das Folgende zu sagen. Wenn man bedenkt, dab der Verlauf der Strrmungen in der Atmosphere und im Meet yon den verschiedensten Einflfissen best immt wird es seien nur genannt : Erddrehung, Erdkrtimmung, Bodengestalt, Dichtever~nderlichkeit, Reibung, Wgrmekonvektion, Strahlung, Lufffeuchtigkeit --, so ist es wohl einleuchtend, dab einer altgemeinen Theorie groBe Schwierigkeiten entgegentreten. Ffir eine planmri3ige Erforschung der Str6mungserscheinungen ergibt sich daher als Zwangslage das Prinzip, daB man die verwickelten Beziehungen im Hinbrick auf das gerade zu kl~rende Phgnomen ,,zun~chst in irgendeiner das Wesentliche heraus-

DOI: 10.1007/BF01485939

3 Figures and Tables

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@article{Grtler2005NeuereBZ, title={Neuere Beitr{\"a}ge zur Dynamik atmosph{\"a}rischer und ozeanischer Str{\"{o}mungen}, author={Hildegard G{\"{o}rtler}, journal={Naturwissenschaften}, year={2005}, volume={29}, pages={473-479} }