Mordversuch durch perorale und perkutane Beibringung von Nähnadeln mit histologischem Nachweis der Stichverletzungen einzelner Organe

  • Dr. Rudolf Manz
  • Published 2005 in
    Deutsche Zeitschrift für die gesamte gerichtliche…

Abstract

Es wird über einen ungewöhnlichen Fall eines Mordversuches an einem 20 Monate alten Kind berichtet. Der Täter hatte dem Kinde 3–4 Wochen vor dem dann durch gewaltsames Ersticken herbeigeführten Tod neben anderen Fremdkörpern einige Nähnadeln mit der Nahrung eingegeben und außerdem zahlreiche Nähnadeln in Rücken, Bauch und Oberschenkel eingestoßen. Bei der von anderer Seite vorgenommenen Sektion war zunächst ein Tod aus natürlicher Ursache (Septicopyämie nach eitriger Mandelentzündung) angenommen worden. Die eingehende histologische Untersuchung zeigte jedoch, daß sämtliche von den Obduzenten als Ausdruck einer Septicopyämie angesprochenen Veränderungen durch die beigebrachten Fremdkörper hervorgerufen waren. Das histologische Verhalten der Stichkanäle, die Lösung des Eisenfarbstoffes und einige weitere besondere Fragen werden behandelt. Schließlich wird noch ein zweiter Fall kurz erwähnt, bei welchem die perorale Beibringung zweier Stahlnadelspitzen bei einem 14 Tage alten Kinde eine Rolle spielte.

DOI: 10.1007/BF01757836

Cite this paper

@article{Manz2005MordversuchDP, title={Mordversuch durch perorale und perkutane Beibringung von N{\"a}hnadeln mit histologischem Nachweis der Stichverletzungen einzelner Organe}, author={Dr. Rudolf Manz}, journal={Deutsche Zeitschrift f{\"{u}r die gesamte gerichtliche Medizin}, year={2005}, volume={35}, pages={86-104} }