Mitteilungen der Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.

  • Herzliche Grüße
  • Published 2014 in Der Schmerz

Abstract

in meiner letzten President ́s Corner hatte ich gefragt: Schmerz in Deutschland – was wird 2014 bringen? Die im Koalitionsvertrag genannten Entwicklungsmöglichkeiten hatte ich als neue Chance bezeichnet, das Thema Schmerz in Deutschland besser zu positionieren. Hierzu zählen die strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke zur Behandlung von Rückenschmerzen, den Ausbau der Versorgungsforschung und Qualitätssicherung, die Möglichkeit der Zweitmeinung vor Operationen, die Erarbeitung einer Substitutionsliste nicht austauschbarer Medikamente, die Verbesserung der Rahmenbedingungen der integrierten Versorgung und die Erarbeitung eines Gesetzes zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung. All dies sind Punkte, in denen sich die Schmerzmedizin leicht wiederfinden kann und die bei entsprechender Umsetzung zu Verbesserungen in der Versorgung unserer chronischen Schmerzpatienten beitragen können. sellschaft müssen wir versuchen, gerade jetzt, zu einem Zeitpunkt an dem offensichtlicher Wandel und Offenheit bei den politischen Mandatsträgern besteht, durch konzertiertes Auftreten die Phalanx aus Patienten und Ärzten als dicht geschlossen und mit einer Stimme sprechend zur Darstellung zu bringen. In einem persönlichen Gespräch, das ich vor einiger Zeit in Berlin mit einem bekannten Amtsträger hatte, erläuterte dieser mir zu vorgerückter Stunde, dass es für die Darstellung und Durchsetzung der Anliegen der Schmerzmedizin auf kurze und lange Sicht erheblich effektiver sei, wenn nicht mit vielen kleinen „Murkimussen“ (Anmerkung des Autors: = kleiner Speer, lt. Waffenarsenal aus World of Warcraft), sondern mit einem großen „Pilum“ (Anmerkung des Autors: Wurfspieß, typische Fernwaffe und entscheidender Schritt in der Entwicklung der Phalanx zur Manipulartaktik (siehe dort)) vorgegangen wird. Die weitere Erläuterung auf Nachfrage ergab, dass die vielen kleinen Pieksereien, an die sich die Politik hervorragend gewöhnt habe (und die man mit „Murkimussen“ offensichlich erzeugt) zum täglichen Geschäft gehören, während der heftige Schlag aus der Phalanx nach wie vor gefürchtet wird. Ich frage Sie, was mir dieser nette Herr, offensichtlich in der Bildersprache bewandt, sagen wollte? Nicht mir, sondern uns ALLEN sagen wollte! President ́s Corner

DOI: 10.1007/s00482-014-1401-y

Cite this paper

@article{Gre2014MitteilungenDD, title={Mitteilungen der Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.}, author={Herzliche Gr{\"{u}\sse}, journal={Der Schmerz}, year={2014}, volume={28}, pages={207-214} }