Mitteilungen Netzwerk Darmkrebs

  • Published 2017 in Der Gastroenterologe

Abstract

von Kalle: Die Menschen werden momentan mit ihrem Erkrankungsrisiko alleine gelassen. Selbst wenn sie von sich aus dieses Risiko minimieren wollten, müssten sie sich die dazu notwendigen Informationen mühsam zusammensuchen. Dazu ein Beispiel: Der Zugang zur Darmkrebsfrüherkennung erfolgt derzeit praktisch nur über die Hausund Fachärzte. Sie leisten zweifellos gute Arbeit, trotzdem liegen die Teilnahmeraten für den Stuhltest bei lediglich 20 bis 30 %. In Regionen mit geringer Ärztedichte sind die Hürden für die Früherkennung noch höher. Was wir dringend brauchen, ist ein bevölkerungsbasiertes Programm, wie es andere Länder schon eingeführt haben. Wir sollten schon seit April dieses Jahres ein Einladungsverfahren haben, das – wie wir etwa aus den Niederlanden wissen – die Teilnahmeraten deutlich verbessern kann. Information, Aufklärung, strukturierte Programme – das sind Beispiele, wie die institutionelle Seite Risiken minimieren kann. Wir müssen beginnen, die Menschlichkeit des menschlichen Handelns mit all ihren Fehlern und ihrer Kreativität als Teil und Chance dieser Realität zu akzeptieren.

DOI: 10.1007/s11377-017-0201-1

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@article{2017MitteilungenND, title={Mitteilungen Netzwerk Darmkrebs}, author={}, journal={Der Gastroenterologe}, year={2017}, volume={12}, pages={440-441} }