Methode der systematischen internen Qualitätssicherung in der Chirurgie

Abstract

Between April 1993 and December 1996, the data of 3183 patients were recorded and analyzed in a program for internal quality assurance at the Department of General and Abdominal Surgery of the University of Mainz. The measuring of perioperative risk, the finding of intraoperative influences and the objective rating of quality of treatment were achieved by means of eight different operation-specific documentation sheets and the data records of the operation theater. With our system it is possible to measure differences between several surgeons and also differences in comparison to national and international results. By means of prospective collection of patient data and the built-in control mechanisms we obtain a lot of exact and nearly complete data. The information gained not only reflects the performance of a department, but can also be used as an instrument for the planning of work and deduction. Through optimized therapy the program can lead to an improvement of quality. Im Zeitraum vom 1.4.1993 bis zum 31.12.1995 wurden an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-und Abdominalchirurgie Mainz 3183 Patienten mit Hilfe eines Programms zur internen Qualitätssicherung erfaßt und ausgewertet. Mit Hilfe von 8 verschiedenen operationsspezifischen Dokumentationsbögen und den Daten aus dem Operationsbuchprogramm konnten mit vertretbarem Aufwand eine aktuelle Erfassung des perioperativen Risikos, eine Ermittlung von prä- und intraoperativen Einflußgrößen und nicht zuletzt eine objektive Bewertung der Behandlungsqualität erfolgen. Das System bietet die Möglichkeit der Feststellung von Unterschieden, sowohl zwischen den einzelnen Operateuren der Klinik als auch gegenüber nationalen und internationalen Ergebnissen. Durch die prospektive Erfassung der Patientendaten und die eingearbeiteten Kontrollmechanismen bietet es eine Vielzahl wissenschaftlich exakter und weitestgehend vollständiger Daten. Die automatische Erstellung nahezu vollständig ausgefüllter Entlassungsformulare mit Berücksichtigung der Kostenabrechnung nach dem neuen Gesundheitsstrukturgesetz und automatischer Hausarztbriefe ohne zusätzlichen Mehraufwand führte zu einer hohen Akzeptanz unter den ärztlichen Mitarbeitern. Die gewonnenen Informationen spiegeln nicht nur die Leistungen einer Klinik wider, sondern dienen auch als Werkzeug bei der Leistungsplanung und-abrechnung und können bei validen Daten und reflektierter Auswertung nicht nur zur Qualitätssicherung, sondern über eine optimierte Therapie auch zu einer Qualitätssicherung beitragen.

DOI: 10.1007/BF02539300

Cite this paper

@article{Kuechle2006MethodeDS, title={Methode der systematischen internen Qualit{\"a}tssicherung in der Chirurgie}, author={Raphael Kuechle and Th. Junginger}, journal={Langenbecks Archiv f{\"{u}r Chirurgie}, year={2006}, volume={382}, pages={1-7} }