MM aktuell

  • Published 2011 in Manuelle Medizin

Abstract

Die Entstehung der Akutgeriatrie in Österreich Seit 1999 findet sich die Akutgeriatrie be­ ziehungsweise die akutgeriatrische Re­ mobilisationsstation im Krankenanstal­ tenplan. Sie umfasst laut Österreichi­ schen Krankenanstalten (ÖKAP)/Gene­ rations and Gender Programme (GGP) sowohl die fächerübergreifende Primär­ versorgung direkt aufgenommener geria­ trischer Patienten als auch die Weiterfüh­ rung der Behandlung akut kranker Patien­ ten aus anderen Abteilungen. Sie beinhal­ tet sowohl Diagnostik und Therapie sowie von Beginn des Krankenhausaufenthalts an Leistungen zum Erhalt beziehungswei­ se zur Wiederherstellung der Fähigkeit zur selbstständigen Lebensführung. Die Akutgeriatrien und akutgeriatri­ schen Remobilisationsstationen wurden ins Leben gerufen, um einerseits Akutsta­ tionen zu entlasten und andererseits ger­ iatrischen Patienten die für sie notwendi­ ge interdisziplinäre Betreuung in medizi­ nischer, funktioneller, psychischer kogni­ tiver und sozialer Hinsicht zukommen zu lassen. Geriatrische Patienten sind vielfach im Akutkrankenhaus gleichzeitig unter­ und überversorgt. Die Strukturen und Instrumente für eine bedarfsgerechte Ver­ sorgung geriatrischer Patienten, vor allem das interdisziplinäre Team und das geria­ trische Assessment, sind auf einer mit an­ derem Schwerpunkt ausgerichteten Station nicht verwirklichbar. Vorzugsweise sollte die Station in Wohnortnähe liegen, um einerseits die Einbeziehung von Angehörigen zu ermög­ lichen, andererseits um diagnostische Aus­ gänge durchführen zu können.

DOI: 10.1007/s00337-011-0874-3

Cite this paper

@article{2011MMA, title={MM aktuell}, author={}, journal={Manuelle Medizin}, year={2011}, volume={49}, pages={481-486} }