MIF im Postreanimationssyndrom

  • Dr. Julius Pohl
  • Published 2016 in
    Medizinische Klinik - Intensivmedizin und…

Abstract

Patienten nach erfolgreicher kardiopulmonaler Reanimation („cardiopulmonary resuscitation“, CPR)mitWiederherstellungdesSpontankreislaufs(„returnof spontaneous circulation“, ROSC) weisen in der Folge meist einen sehr schweren Krankheitsverlauf mit hoher Morbidität undMortalität auf. Durch die kurzzeitige globale Ischämie im Rahmen des HerzKreislauf-Stillstandes und die darauffolgende Reperfusion (I/R) entsteht ein komplexes Krankheitsbild, welches als Postreanimationssyndrom bezeichnet wird. Drei Hauptmechanismen sind verantwortlich für die hohe Mortalität des Postreanimationssyndroms:1)die anoxischeHirnschädigung, 2) diemyokardiale Dysfunktionund 3) die systemischeAntwort auf die globale I/R. Diese globale I/R führt zur Aktivierung zahlreicher immunologischer und koagulatorischer Signalwege und bewirkt im Anschluss ein der Sepsis ähnliches Krankheitsbild. Der „macrophage migration inhibitory factor“ (MIF) ist ein pleiotropes Zytokin, das ubiquitär exprimiert wird. MIF gilt als einer der Hauptmediatoren der inflammatorischen Reaktion in verschiedenen Krankheitsbildern und hat eine wichtigeRolle imseptischenSchockinne. AuchinklassischenischämischenKrankheitsbildernwie dem akutenMyokardinfarkt spieltMIF eine entscheidendeRolle. Durch verschiedene Stimuli wie Hypoxie und Ischämie wird MIF sehr schnell

DOI: 10.1007/s00063-016-0206-4

Cite this paper

@article{Pohl2016MIFIP, title={MIF im Postreanimationssyndrom}, author={Dr. Julius Pohl}, journal={Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin}, year={2016}, volume={111}, pages={560-561} }