Möglichkeiten der kernspintomographischen Pelvimetrie

Abstract

40 Patientinnen wurden pr/iund post partum sowohl mittels konventioneller als auch kernspintomographischer Pelvimetrie untersucht. Besteht klinisch der Verdacht auf geburtsmechanisch bedingte St6rungen des normalen GebUrtsablaufs, so kann sich die Indikation zur pr/ipartalen Pelvimetrie stellen. Trotz des nachgewiesenen erh6hten Risikos durch Strahlenexposition w/ihrend der Schwangerschaft unterzogen sich in den letzten Jahren in den USA 6% aller Schwangeren einer geburtshilflichen R6ntgendiagnostik. Mit der Kernspintomographie besitzen wir jedoch die M6glichkeit, Schwangere ohne Strahlenrisiko zu untersuchen. Zun/ichst erfolgten vergleichende postpartale Untersuchungen der geburtshilflichen Beckenmage bei Patientinnen, die aufgrund mechanischer Geburtskomplikationen mittels Sectio caesarea entbunden werden muBten. Hierbei wur: den konventionelle Guthmann/Martius-Aufnahrnen durchgeffihrt. Vergleichend dazu wurden mit einem 1,0 Tesla-Kernspintomographen der Fa. Siemens sowohl sagittale als auch paraaxiale Schnittbilder erstellt. Die Expositionszeit pro Untersuchung bei dem yon uns benutzten Kernspintomographen entspricht ca. 11 Min. Die hierbei aufgewendete Hochfrequenzenergie liegt deutlich unter dem vom BGA festgelegten Grenzwert, wodurch die Untersuchung absolut belastungsfrei ist. Zwischen r6ntgenologisch bzw. kernspintomographisch ermittelten BeckenmaBen ergab sich eine mittlere Differenz zwischen beiden Methoden fiir die Conjugata vera, den Querdurchmesser und den Lfingsdurchmesser des Beckens von weniger als 2 mm. Damit lag die Schwankung innerhalb der Meggenauigkeit.

DOI: 10.1007/BF02417201

Cite this paper

@article{Tesseraux2006MglichkeitenDK, title={M{\"{o}glichkeiten der kernspintomographischen Pelvimetrie}, author={M. Tesseraux and Georg Peter Breitbach and H. Woerner and Bernhard Kramann and Gunther Bastert}, journal={Archives of Gynecology and Obstetrics}, year={2006}, volume={245}, pages={118-119} }