Leprastudien

Abstract

I. Zur Morphologie des Lepraerregersl). Die Art der Fortpflanzung des Lepraerregers steht seit ]anger Zeit im Brennpunkt des Interesses der Lepraforscher. 1914 sprach ich ~) reich daffir aus, dab die yon Lutz und Unna seit 1888 angenommenc Zugeh6rigkeit zur Cocothrixform vie1 Wahrscheinlichkeit ffir sich habe. FuBend auf jahrelangen Erfahrungen und den l%esultaten gemeinschaftlicher Arbeit mi t meinem Assistemten Dr. J. Keerig bezfiglich der Nucleinsgurebestimmung in den Lepraerregern, bin ich zu nachstehenden Schlfissen gekommen. Die sich dunkler fgrbenden Stellen in den Stgbchenformen des Lepraerregers sind chromatinund nucleinsiiurehaltige K6rnchen, welche nach wandstgndiger Anordnung zu Knospen werden and sich dann dutch die Stgbchenwand hinausdrgngen. Nachdem sie sich yon dem Stgbchen abgetrennt haben, linden sie sich reichlich als Kgrnchen mit oder ohne Stiel, wie Notenk6pfchen, den Stgbchen angelagert. Ich schlieBe reich vollinhaltlich der Anschauung Meirowslcys a) an, dab aus dem Umstande, dab gar nicht selten an Stelle eines dunkeltingierten K6pfchens deren zwei ge/unden werden, zu schlieften is~, daG diesen freien Xnospen die Fghigkeit zur Vermehrung innewohnt die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dab der dem K6pfchen sparer anhgngende Stiel eine Lt~ngsspaltung zeigen kann. Auch Doldenbildung und Verzweigungen l~abe ich gesehen. DaB dieses bei friiheren Forschungen nicht auch schon erwghnt wird, schreibe ich der Gewinnungsweise des Ausstrichmaterials vermittelst der ttackmethode zu, bei welcher man die Lepraerreger naturgemgf$ nut in zerbrSckel$er Form zu Gesichte bekommt. Ich 4) gewinne das Material auf folgende MZeise: Ausgeschnitgene

DOI: 10.1007/BF01843644

Cite this paper

@article{Paldrock2005Leprastudien, title={Leprastudien}, author={Prof. A. Paldrock}, journal={Archiv f{\"{u}r Dermatologie und Syphilis}, year={2005}, volume={147}, pages={450-458} }