Jeder zweite Arzt sagt: „Ich habe keine Werbung nötig“

Abstract

— Wenn es um Auskünfte über den Fortschritt der Zulassungsverfahren im Gefolge der Therapieallergene-Verordnung ging, hatte sich das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) lange Zeit sehr bedeckt gehalten. O zielle Zahlen gab es erstmals letztes Jahr in einer Publikation im Bundesgesundheitsblatt [Bundesgesundheitsbl 2012; 55: 351–7]: Zum Stichtag 14. Mai 2009 waren 6.654 individuelle Allergenextrakte von zehn verschiedenen Unternehmern angezeigt worden – darunter ein Hersteller mit allein über 2.800 Meldungen. Von diesen individuellen Rezepturen sollten lediglich 178 nachzugelassen werden, der Rest der Extrakte war zum Abverkauf innerhalb der erlaubten Frist bis zum November 2011 vorgesehen und ist somit inzwischen vom deutschen Markt verschwunden. Auch bei den zur Nachzulassung vorgesehenen Rezepturen beginnt sich jetzt die Spreu vom Weizen zu trennen: Von den ursprünglich 178 angemeldeten Extrakten wurde in 55 Fällen dann doch kein Antrag auf Zulassung gestellt, weitere Präparate schieden inzwischen wegen fehlender Daten aus. Im Januar 2013 lagen somit nach Auskunft von PEI-Vizepräsident Prof. Dr. Vieths noch 101 Anträge zur Bearbeitung vor. Ein Trend hin zu bestimmten Zusammensetzungen oder Darreichungsformen sei dabei nicht zu erkennen. Die Unternehmen haben bis zu siebenmal die Möglichkeit, eine Fristverlängerung zur Bescha ung weiterer Daten zu erbitten, so dass sich die Verfahren noch hinziehen können. es Chefarzt-Bonus

DOI: 10.1007/s00060-013-0052-4

Cite this paper

@article{Schneider2013JederZA, title={Jeder zweite Arzt sagt: „Ich habe keine Werbung n{\"{o}tig“}, author={Dr. med. Brigitta Schneider}, journal={HNO Nachrichten}, year={2013}, volume={43}, pages={10-10} }