Immuntherapie bei Diabetes Typ 1

Abstract

Hintergrund. Typ-1-Diabetes mellitus (T1DM) ist eine chronische T-Zellvermittelte Autoimmunkrankheit, die mit dem Verlust von insulinproduzierenden β-Zellen einhergeht. Die humanen TZell-spezifischen Anti-CD3-Antikörper mit mutierten Fc-Anteil Teplizumab und Otelixizumab können das Fortschreiten der Krankheit verhindern. Der Erhalt der funktionellen β-Zellen war jedoch transient und auf junge Patienten mit einer relativ intakten C-Peptid-Sekretion bei Erstdiagnose und kurzer Krankheitsdauer beschränkt. Bekannt ist aus Protokollen der Inselzellund Pankreastransplantation, dass der Antikörper-Status und -Spiegel mit dem klinischen Outcome assoziiert sind, wie es in der DPT-1-Studie ersichtlich wurde. Auch wenn wir weiterhin weit von einer Heilung des T1DM entfernt sind, stellt die Immuntherapie mittels Anti-CD3-Antikörper eine mögliche Alternative bzw. eine Komplementärtherapie dar, die den Krankheitsverlauf zu mildern verspricht und den notwendigen Insulintagesbedarf reduzieren kann. Biomarker, die mit einem positiven Ansprechen auf die Therapie mit Anti-CD3-Antikörpern assoziiert sind, fehlen weiterhin. Es wird deshalb im Rahmen dieser Studie der Hypothese nachgegangen, dass spezifische Diabetesautoantikörper zum Zeitpunkt der Diagnose das Ansprechen auf eine kurze (6-tägige) Therapie mit Otelixizumab vorhersagen können.

DOI: 10.1007/s11428-015-1347-4

Cite this paper

@article{Chakaroun2015ImmuntherapieBD, title={Immuntherapie bei Diabetes Typ 1}, author={Rima Chakaroun}, journal={Der Diabetologe}, year={2015}, volume={11}, pages={148-150} }