Grundlagen Und Grenzen Der Klinischen Elektrencephalographie

Abstract

Alle lebendigen Vorg~nge sind mit bioelektrischen Erscheinungen verknfipft. So ist es nicht verwunderlich, da$ schon frfih Versuche einsetzten, ,,AktionsstrSme" yore Gehirn abzuleiten. Die ersten Versuehe stammen yon F L ~ s c ~ v. ~IAxaXOW und B]~cK, die unabhgngig voneinander 1890 dartiber berichteten. Die moderne Entwicklung beginnt mit den grundlegenden Arbeiten des Jenenser Psyehiaters HA~s BS.~ER (1929). Der andere Impuls ging aus yore Kaiser-WilhelmInstitut fiir Hirnforschnng in Berlin-Buck, woes dem Physiker T O ~ s gelang, ein Ger~t zu konstruieren, das nicht mehr mit der Oszillographensehleife arbeitete, wie z.B. unsere EKG-Gergte, sondern das mittels Tintenschreibung die Vorggnge direkt siehtbar machte, das die erforderliche gleichzeitige Ableitung yon mekreren Stellen gestattete, die Arbeit wesentlich erleichterte und verbilligte. Heute werden an vielen Stellen der Welt Seriengerate hergestellt, die auf einem ~hnliehen Prinzip beruhen. Die Abh~ngigkeit der Entwicklung der Elektrencephalographie yon der modernen Vers$g, rkertechnik ergibt sich schon aus der Tatsache, da$ die Spannungen der normalen Hirnwellen etwa zwischen 10 bis 100 y.V schwanken. Seit einigen Jahren besitzcn wir auch in Deutschland ein Seriengerg$ (Elektrofrequenz Sckwarzer). Es kommt in den Kliniken zunehmend in praktischen und wissenschaftlichen Gebrauch. Es erscheint daher ratsam, einige Bemerkurlgen fiber Grundlagen und Grenzen der Methode mitzuteilen, hinausgehend fiber die ausffihrliehe VerSffentlickung yon K o ~ i ~ n ~ nnd JANZEN (1939). JUnO hat im vorigen Jahre fiber seine ausgedehnten praktiseh-klinisehen Erfahrungen berichtet. Beide Ver6ffentlichnngen erg~inzen sich. Ffir ein eingekenderes Studium sind zu empfehlen: KO~N~fJL~E~, ,Klinisehe Elektrencephalographie", Mfinchen 1944 und ,,Elektreneephalography" (Symposium). London: Hill und Parr 1950. Ferner der Atlas yon G~BBS und G~]~BS.

DOI: 10.1007/BF01483272

Cite this paper

@article{Janzen2005GrundlagenUG, title={Grundlagen Und Grenzen Der Klinischen Elektrencephalographie}, author={R. W. Chr. Janzen and Warnfried Fuhrmann}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={29}, pages={762-766} }