Frühe Detektion der Präeklampsie

  • Detektion der Präeklampsie
  • Published 2015 in Der Gynäkologe

Abstract

Aufgrund der klinischen Bedeutung der Präeklampsie mit einer häufig assoziierten Plazentainsuffizienz kommt der immer früheren Prädiktion der PE eine zunehmende Bedeutung zu. Besonders die Unterscheidung in frühe PE (< 34. SSW) und späte PE erscheint sinnvoll, da die frühe PE mit einem deutlich schlechteren maternalen und fetalen Outcome assoziiert ist. In der Übersichtarbeit werden alle Faktoren, die mit einem erhöhten PE-Risiko einhergehen, beschrieben – dazu gehören: Maternale Anamnese (z. n. PE, Alter > 35 Lj. erhöhter BMI; afro-karibische oder südasiatische Herkunft, IVF, chronische Hypertonie, präexistenter Diabetes, syst. LE, Antiphospholipid-Syndrom). Maternale biophysikalische Marker: Noch immer ist der Doppler der uterinen arteriellen Gefäße zur validen Prädiktion einer PE geeignet. Das Ausmaß der Pathologie der A. uterinae und das pathologische Ausmaß der plazentaren Gefäße korreliert mit dem Ausmaß und dem Zeitpunkt einer späteren PE. Blutdruck: Auch wenn die Hypertonie ein Sekundärphänomen der PE ist, weisen bereits erhöhte Blutdruckwerte im ersten und zweiten Turkmenen auf die Entwicklung einer späteren PE hin. Die Kombination aus Blutdruckmessung und uterinen Doppler erhöht die Signifikanz der positiven Vorhersage einer PE. Biochemische Marker: Besonders PAPP-A und PlGF haben sich als frühe Marker zur Prädiktion einer PE etabliert. Kombination aus maternalen biochemischen und biophysikalischen Markern: Die Kombination verschiedener Marker erhöhen die Prädiktion signifikant. Schlussfolgerung: Bereits im ersten Trimenon kann die PE mit einer Detektionsrate von 95 % mit einer falsch-positiv-Rate von 10 % vorhergesagt werden. Die Kombination aus Anamnese und maternalen biophysikalischen und biochemischen Markern erzielen die besten Vorhersagewerte. Optimalerweise können die Risiko-Schwangeren detektiert werden, die von einer frühen pharmakologischen Therapie noch profitieren, da nachweislich eine ASS-Therapie (100 mg/d) präventiv wirkt.

DOI: 10.1007/s00129-015-3725-9

Cite this paper

@article{Preklampsie2015FrheDD, title={Fr{\"{u}he Detektion der Pr{\"a}eklampsie}, author={Detektion der Pr{\"a}eklampsie}, journal={Der Gyn{\"a}kologe}, year={2015}, volume={48}, pages={410-411} }