Folgezustände nach proximaler Humerusfraktur

Abstract

Frakturen des proximalen Humerus mit allen ihren ökonomischen und klinischen Aspekten stehen weiter im Fokus kontroverser Diskussionen. In der vorliegenden Ausgabe werden die Folgezustände nach Frakturen des proximalen Humerus und ihre Therapieoptionen thematisiert. In Fehlstellung verheilte Frakturen stehen im ersten Artikel im Mittelpunkt. Dabei ist nach Pascal Boileau nicht bekannt, wie exakt die Anatomie überhaupt wiederhergestellt werden muss, um ein gut funktionierendes Gelenk zu erhalten. Im klinischen Alltag begegnen uns tatsächlich immer wieder Fälle mit einer Diskrepanz zwischen radiologischem und klinischem Befund, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Gerade bei jungen Patienten gibt es aber Konstellationen, in denen eine Korrektur sinnvoll erscheint. Eine exakte präoperative Analyse der Fehlstellung(en) und deren Korrelation mit dem klinischen Befund sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Grundsätzlich sind Korrektureingriffe bei Fehlstellungen des proximalen Humerus technisch anspruchsvoll und risikobehaftet. In einem weiteren Beitrag werden die Therapieoptionen bei posttraumatischer Arthrose vor der Implantation einer Prothese beschrieben. Ein systematisches arthroskopisches Vorgehen, die sogenannte „CAM procedure“, kann die Notwendigkeit einer endoprothetischen Versorgung, zumindest temporär, signifikant reduzieren. Und schließlich bietet die Arbeitsgruppe um Herbert Resch Einblicke in ihre Algorithmen zur endoprothetischen Versorgung der Folgezustände nach proximaler Humerusfraktur. Das gesamte Spektrum von der Teilprothese bis hin zur inversen Prothese wird systematisch in Hinblick auf Indikationen aber auch Komplikationen dargestellt.

DOI: 10.1007/s00113-015-0028-5

Cite this paper

@article{Meller2015FolgezustndeNP, title={Folgezust{\"a}nde nach proximaler Humerusfraktur}, author={PD Dr. R. Meller and Prof. Dr. Christian Krettek}, journal={Der Unfallchirurg}, year={2015}, volume={118}, pages={576-576} }