Energiebedarf im Hochgebirge

Abstract

1.Wir fanden den Energieverbrauch im Gebirge höher als bisher bekannt war. Ein Arbeitsumsatz von 720 Cal. in der Stunde stellt keine Ausnahme dar, sondern gehört bei dem guttrainierten Bergsteiger für den Aufstieg zur Regel. D. h. also, daß dieser für die Zeit der Arbeit den lofachen Grundumsatz hat. 2. Dieser hohe Verbrauch wird mehrere Stunden hintereinander durchgehalten. Dermaximale Energieumsatz, d. i. Arbeits-+ restlicher Ruheumsatz, ist mit 9000–10 000 Cal. anzunehmen, ganz gleich, ob er, wie wir beim Skilanglauf gesehen haben, durch einen 15fachen Grundumsatz während 4–7 Std. oder durch einen 10fachen während 12 Std. Arbeitszeit erzielt wird. Der Energieverbrauch für durchschnittliche Hochleistungen, die etwa 2–4 Wochen durchgehalten werden können, liegt bei 6000 Cal. 3. Der Organismus vermag bei solch längerdauernder schwerster Arbeit durch Nahrungsaufnahme bis zu 5500–6000 Cal. täg-lich den Energieverbrauch weitgehend auszugleichen. 4. Am Tage nach langdauernden und anstrengenden Arbeitsleistungen ist der Grundumsatz auch beim Trainierten, der im Talort keine Steigerung mehr zeigt, in größeren Höhen gesteigert.

DOI: 10.1007/BF01764525

Cite this paper

@article{Balke2005EnergiebedarfIH, title={Energiebedarf im Hochgebirge}, author={Bruno Balke}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={23}, pages={223-226} }