Einiges über Labrador und seine Flora

  • Paul Heuser
  • Published 2005 in Österreichische botanische Zeitschrift

Abstract

Die Halbinsel Labrador ist hekanntlich der N Oestlichste Theil des amerikanischen Festlandes~ und erstreckt sich yon 38~ ~ w. Liinge und yon 50~ ~ ni~rdl. Breite. Ihr Fl~ichenraum betriigt fiber 2,1~000 [] Meilen. Nur die Ktisten des ungeheuren Dreiecks sind einigermassen bekannt, das sehr gebirgige Innere hat noch keines Europ~iers Fuss betreten, end|ich ist auch nur der kteinste Theil dieser Ktiste, nfimlich der ni)rdlichste Theil der Ostkiiste, zwischen dem ,57 und 60 ~ ni)rdlicher Breite, in botanischer Hinsiaht einigermassen durchsucht. Hier nfimlich hat die, aus den Trfimmern der alten biihmischm~ihrischen Brtider-Kirche mit verjiingter Kraft erstandene , , e r n e u e r t e B r fi d e r K i r c h e ~, deren Milglieder unter dem Namen , , H e r r n h u t e r " bekannt stud, seit dem J a h r i 7 6 5 eine Mission gegr0ndet. Die Noth und Entbehrung der ersten Missioniire war unbeschreiblich, denn die dortigen Eskimos zeichneten sich durch Raub und Mordsucht tibel aus, aber die Liebe Christi driingte diese Zeugen des Evangeliums und sie hielten aus, ihr fester Glaube wankte nicht~ obgleich sie a4 Jahre vergeblich arbeiteten, doch heut bltihen dort vier Missionspl/itze, auf welchen 16 verheirathete Missionfire unter 1200 zum Christenthume bekehrten Eskimos thfitig sind. Auch bier hat sich das Evangelium, wie 0berall, bew~ihrt als eineGotteskraf t , die auch die vers~mpfteste und verwildertste Nation neu belebt und civilisirt.

DOI: 10.1007/BF01962294

Cite this paper

@article{Heuser2005EinigesL, title={Einiges {\"{u}ber Labrador und seine Flora}, author={Paul Heuser}, journal={{\"{O}sterreichische botanische Zeitschrift}, year={2005}, volume={9}, pages={315-323} }