Ein Beitrag zur Lehre des primären Larynx-Erysipels

  • Dr. J. Herzfeld
  • Published 2005 in
    Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie…

Abstract

Am ~.7. December vorigen aahres ersuehte reich der College A. hierselbst, seine Schwester, die sehoa mehrere Tage fiber Ealsund Athembeschwerden klagte~ zu nntersuchen, da der objective Befund seincr Meinung nach in keiaem Verh~ltniss zu den Klagen der Patientin stfinde. Im Gegentheil wilre eine Angina laeunaris, au der Patientin vor einigen Tagen erkrankt warm vollstiindig verschwunden and trotzdem hiitten die Schluckund Athembeschwerden sehr bedeutend zugenommen. Als ich die Patientin noch an demselben Tage Abends zum ersten Mal sah~ maehte dieselbe~ ein 25ji~hriges Fr~tulein, den Eindruck einer Schwerkranken. Patientin sass im Bette aufrecbt and bekam nur schwer Luft. Dabei war die Respiration in der Halsgegend sehr schmerzhaft, oberfl{ichlich und betrug in der Minute 45. Die Temperatur betrug 39,8, der Puls 125. Patientiu hatte sehon seit 2 Tagen nut flfissige Nahrung zu sich genommen und aueh das Schlucken dieser war nur mit grSsstcn Sehmerzen mSglich. Bei der Untersuehung tier Patientin zeigte die Pharynxschleimhaut eine vollst~ndig normale Fi~rbung, keine Spur yon Schwellung oder RSthung; auf der linken Tonsille zeigte sieh ein kleiner weisser Pfropf, der aber kaum den Eindruek einer ebea fiberstandenen Angina lacunaris machte, ttingegen ergab die laryngoskopische Untelsucbung sofort eine Erkliirung fiir alle Besehwerden. Die Epiglottis war dick goschwollen, 5dematSs and blieb bei der Phonation g~nzlich unbeweglieh. Die Schleimhaut der Ar~knorpel und der aryepiglottischen Fatten war ebenfalls hochgradig 5dematSs geschwollen, gerSthet, so dass ein Einblick in das Inhere des Larynx absolut unmSglieh war. Die Sprache war matt und leise, aber nicht direct heiser~ so dass hieraus auf ein Freisein der Stimmb~nder geschlossen wurde. Sichere F~lle yon st~rkerem StimmbaudSdem siad in der Literatur fiberhaupt nur sehr vereinzelt bekannt. Auch experimeatell I) gelingt es nut schwer, dasselbe zu erzeugen und liegt dieses an don anatomischen u indem die Stimmbi~nder keiue lockeren Gewebsschiehten baben, die zu 5dematSser Infiltration geneigt w~.ren.

DOI: 10.1007/BF01883313

Cite this paper

@article{Herzfeld2005EinBZ, title={Ein Beitrag zur Lehre des prim{\"a}ren Larynx-Erysipels}, author={Dr. J. Herzfeld}, journal={Archiv f{\"{u}r pathologische Anatomie und Physiologie und f{\"{u}r klinische Medicin}, year={2005}, volume={133}, pages={176-181} }