Die in den Jahren 1867, 1868 u. 1869 im Umanschen Kreise (Gouvernement Kiew) beobachteten Vögel

Abstract

welehe ieh zuerst fiir Wasser hielt, das ihm etwa beim Trinken h/itte h/ingen geblieben sein kiinnen. Trotz aller Beobachtungea konnte ich den Vogel hie trinken sehen und blieb ich tiber Ursp~~ng und ~Natur des Tropfens lang'e Zeit im Unklaren, his sich mir eines Tages das Rittbsel 15ste. Ich sah niimlieh, wie, als der Vogel einen Mehlwurm versehluekt% der Tropfen zum u kam und was konnte er da anders sein, als Speicbel. Als Grund fur diesen Speicheltiberfluss glaube ich wohl den langandauernden Gesang des Vogels (ich selbst habo bis 127 des SehwilTens gez~,tblt) aaftihren zu kiinnen, zu dem er sicher eine grSssere Menge Feuchtigkeit, als sonst irgend ein Siinger gebraucht. Leider ist das mir einzig tibriggebliebene Exemplar ein Weibchen, ich hoffe aber im niiehsten Jahre zuversichtlich ein Nest unseres Vogels oder des verwandten Flussrohrs~tngers (Sytvla fluviatilis), welcher seit zwei Jabren sieh hier einzubtirgern scheint, aufzutreibeu, um dann tiber den interessanten Gesang des Vogels, Mittheilungen, aus dem Gefangenleben geschSpi~, machen zu kSnuen. B r esl a u, den 20. September 1869.

DOI: 10.1007/BF02259503

Cite this paper

@article{Goebel2005DieID, title={Die in den Jahren 1867, 1868 u. 1869 im Umanschen Kreise (Gouvernement Kiew) beobachteten V{\"{o}gel}, author={Forstmeister H. Goebel}, journal={Journal f{\"{u}r Ornithologie}, year={2005}, volume={18}, pages={440-456} }