Die enzymatische Kopplung von Fibrinogenese und Fibrinolyse

Abstract

The coagulation cascade can be triggered by an extrinsic or intrinsic signal. The response is a highly complex activation sequence of several serine proteases. This physiological event of hemostasis comprises the activation of the kinin system as well as other plasma constituents. As an expression of the dynamic balance between fibrinogenesis and fibrinolysis plasminogen is activated either by proteases deriving from the blood clotting cascade or by its linkage to the kallikrein kinin system. Inhibitors of the fibrinolytic events have to be directed specifically against serine proteases or they may be used to interact with the substrate fibrin thus its degradation is delayed. Die durch ein extrinsisches oder intrinsisches Signal auslösbare Gerinnungskaskade ist eine mehrstufige funktionelle Kopplung von Serinproteasen. Eine Steuerung der ausgelösten proteolytischen Aktivität erfolgt über Inhibitoren, die auch aus dem Komplementsystem stammen können. Enge Wechselwirkungen bestehen auch zum Kininsystem, so daß der physiologische Prozeß der Hämostase auch andere Plasmafaktoren außer den Gerinnungsenzymen erfaßt. Das dynamische Gleichgewicht zwischen Fibrinogenese und Fibrinolyse wird durch die gleichzeitige Aktivierung des Plasminogens gewährleistet, dessen Aktivatoren sowohl aus der Gerinnungskaskade stammen können oder durch die Aktivierung des Kallikrein-Kininsystems gebildet werden. Der mögliche therapeutische Einsatz von Inhibitoren des Plasminogen/Plasminsystems kann nur solche Substanzen betreffen, die speziell gegen Serinproteasen gerichtet sind oder die das Substrat dieser Proteolysevorgänge, das Fibrin, so modifizieren, daß der enzymatische Abbau verzögert wird.

DOI: 10.1007/BF01489710

Cite this paper

@article{Zimmermann2005DieEK, title={Die enzymatische Kopplung von Fibrinogenese und Fibrinolyse}, author={Prof. Dr. Robert Zimmermann and J. Lubinus}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={56}, pages={781-788} }