Die cytologischne Veränderungen der Aseiteszellen während der Chemotherapie des fortgeschrittenen Ovarialcarcinoms

Abstract

Die b6sartigen Ovarialtumoren haben noch immer die am wenigsten gfinstige Prognose unter allen anderen Malignomen des weiblichen Genitales. Die Therapie des Ovarialkrebses ist primer noch immer die Operation. Die Nachbestrahlung, auch mit radioaktiven Goldisotopen, hat uns nicht befriedigen kSnnen. Postoperativ bestrahlen wir nut gr6]~ere Tumorreste auf das kleine Becken besehr/~nkt. Im folgenden soll fiber die Ergebnisse der Behandlung der Ovarialcareinome im Beobachtungszeitraum von 10 Jahren (self 1958) beriehtet werden. In diesen Jahren wurden 139 Patientinnen wegen eines Ovarialkrebses zur Erstbehandlung aufgenommen. Die statistisehe Erfassung erfolgte naeh der Einteilung der FIGO iln Jahre 1965. Das Ausbreitungsstadium bei Beginn der Behandlung und der histologisehe Typ der Carcinome sind ffir die Heilungsaussichten aussehlaggebend. Bei allen Patientinnen wurde primiir die chirurgische Therapie durchgeffihrt. Eine Probe]aparotomie haben wir bei 2,1%, beiderseitige Adnexektomie bei 7,9 % und Adnexektomie mit subtotaler oder totaler Hysterektomie bei 90% der Frauen dnrehgeffihrt. Das Netz wurde bei 59% der Kranken entfernt. Bei wenigen ganz hoffnnngslosen Fiillen wurden die Patientinnen zuerst mit Cytostatica behandelt. Der chirurgische Eingriff nach monatelanger Chemotherapie kann 6fters wegen starren bindegewebigen Schwielen an der Basis der Resttumoren fast unmSglieh sein. In letzter Zeit schliel3en wir gleieh nach der Operation die Immunozusatztherapie, die den Allgemeinzustand erstaunlich hebt, an. Von den bei uns behandelten Frauen geh6ren 12,9 % dem Stadium I, 34,6% dem Stadium II, 33,1% dem Stadium III und 19,4% dem Stadium IV an. Die Chemotherapie beginnt entweder einige Tage vor der Operation oder intraperitoneal bei der Operation mit Bayer E 39, Trenimon oder Proresid. Die Therapie wird dann erst am 8. Tage, wegen mSglichen Nebenerscheinungen (Ileus, Peritonitis, schleehte Heilung der Wunde usw.) fortgesetzt. Die klinische Behandlung wird mit Trenimon, Endoxan oder Proresid durch 10--15 Tage fortgeffihrt. Weitere Dauerbehand]ung, in Abst/inden yon 2 Monaten, wird peroral mit Endoxan, Proresid oder Trenimon durch 2 Jahre vorgenommen.

DOI: 10.1007/BF00682967

Cite this paper

@article{Dvorak2004DieCV, title={Die cytologischne Ver{\"a}nderungen der Aseiteszellen w{\"a}hrend der Chemotherapie des fortgeschrittenen Ovarialcarcinoms}, author={Herr O. Dvorak}, journal={Archiv f{\"{u}r Gyn{\"a}kologie}, year={2004}, volume={211}, pages={339-339} }