Die Wirkung von Gonadotropinen und Oestron auf den Gehalt der Nucleosidphosphate in Ovar und Uterus

Abstract

Es wird über das Verhalten der Nucleosidphosphate in Ovar, Uterus und Leber infantiler Meerschweinchen nach Gabe von verschiedenen Gonadotropinen und von Oestrogenen berichtet. Nach der Verabreichung von hypophysärem Human-Gonadotropin (HHG) treten bereits nach 1–2 Std deutliche Veränderungen in Ovar und Uterus, dagegen nicht in der Leber auf. In den Befunden zeichnen sich 2 Phasen der Wirkung des tropen Hormons ab. Nach einer Initialphase stellt sich in einem Zeitraum von 2–8 Std nach der Hormongabe ein neuer, offenbar durch das trope Hormon induzierter stationärer Zustand ein, der durch einen Konzentrationsabfall aller Nucleosidphosphate, vor allem aber der Triphosphate gekennzeichnet ist. Diese Veränderungen der Nucleosidphosphatgehalte treten nach Verabreichung eines HMG-Präparates nicht auf. Oestron bewirkt ebenfalls andere Reaktionen in Uterus und Ovar als das HHG. Der Effekt der Gonadotropine wird im Ovar nicht durch gleichzeitige Gestagengabe beeinflußt. Im Uterus verändert das Gestagen jedoch die gonadotropinabhängigen Wirkungen. Die sich aus diesen Befunden ergebenden Hinweise auf die Regulierung des Stoffwechsels durch die gonadotropen Hormone werden diskutiert.

DOI: 10.1007/BF01487871

Cite this paper

@article{Bettendorf2005DieWV, title={Die Wirkung von Gonadotropinen und Oestron auf den Gehalt der Nucleosidphosphate in Ovar und Uterus}, author={G. Bettendorf and Ulf B{\"{o}ttcher and C. le Coutre and Herren H. Maass}, journal={Klinische Wochenschrift}, year={2005}, volume={41}, pages={398-406} }